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Im Test: Preta: Vendetta Rising (PS4, PS VR)

Immer mehr Genres sind inzwischen auch im VR-Bereich vertreten. Mit Preta: Vendetta Rising ist kürzlich ein Action-Rollenspiel a la Diablo erschienen, welches als VR-Spiel ein ganz besonders intensives Schnetzelerlebnis verspricht. Ob es sich hier um einen PSVR-Geheimtipp handelt, klärt unser Test auf!

Storytechnisch darf man von Preta: Vendett Rising nicht allzu viel erwarten. Der Titel spielt in der Welt namens Akirion, wo die Einwohner sich mehr und mehr plötzlich in Zombie-artige Wesen namens Preta verwandeln. Um die Welt vor den Preta zu Verteidigen, haben wir uns einer Söldnergruppe angeschlossen und nehmen fortan den Kampf gegen die Preta auf. Viel mehr muss man im Grunde auch nicht wissen, weil die Handlung hier eher Nebensache ist.

Spielerisch ist Preta: Vendetta Rising ein klassisches Action-Rollenspiel. Wir nehmen im Dorf Quests an und kämpfen uns durch Dungeons, um mit Geld, Erfahrungspunkten und wertvoller Ausrüstung belohnt zu werden. Letzterer kann nicht nur gekauft, sondern über ein umfangreiches Crafting-System auch hergestellt werden. Im ebenfalls komplexen Skillbaum kann man hingegen neue Fähigkeiten erlernen. Zu Beginn des Spiels muss man sich im übrigen für eine von drei Klassen (Krieger, Magier, Assassine) entscheiden, wovon sich auch jede merkbar unterschiedlich spielt und über verschiedene Fähigkeiten und Ausrüstungen verfügt.

Das Kampfsystem lässt sich dabei als eine gelungene Mischung aus Diablo und Dark Souls beschreiben. Neben normalen Angriffen stehen uns Spezialattacken zur Verfügung, sofern die entsprechenden Leisten gefüllt sind. Außerdem ist es aber ähnlich wie in Dark Souls möglich, Angriffen auszuweichen bzw. diese zu blocken. Im Verlauf des Spiels werden wir zudem im Kampf von einem Pet unterstützt, welches wir in Sachen Fähigkeiten und Ausrüstung nach Belieben entwickeln können.

VR-Spiele haben hinsichtlich des Preis/Leistungs-Verhältnis keinen guten Ruf, da man oft für eine Handvoll Spielstunden über 30 Euro bezahlen muss. Preta: Vendetta Rising ist hier das perfekte Gegenbeispiel, weil man für rund 20 Euro bis zu 50 Spielstunden serviert bekommt. Zudem bietet das Spiel außerdem einen Koop-Modus (auch online) und in Zukunft sollen sogar Raids folgen.

Die lange Spielzeit hat aber teilweise auch einen bestimmten Grund, denn in Preta: Vendetta Rising ist viel Grinding notwendig. Viele Quests und Dungeons müssen also wiederholt gespielt werden, um den Charakter aufzuleveln bzw. bessere Ausrüstung zu finden. Nur so schreitet man im späteren Spielverlauf voran. Meiner Meinung nach wurde die Spielzeit damit nur unnötig in die Länge gezogen. 10 Spielstunden weniger hätten es in diesem Falle auch getan.

Auch grafisch zählt Preta: Vendetta Rising zu den besseren PSVR-Spielen. Das Spiel punktet mit einer sehr düsteren Atmosphäre, einer gewissen Detailverliebtheit sowie tollen Lichteffekten und einer guten Immersion. Cool ist auch, dass man das Spiel nicht nur aus einer Art Third-Person-Sicht, sondern auch einer Ego-Sicht spielen kann, was für ein noch intensiveres Spielerlebnis sorgt. Beim Soundtrack und der englischen Sprachausgabe merkt man dem Titel dagegen sein kleines Budget an, zumal auch viele Stellen gar nicht synchronisiert wurden und die englische Texte oft fehlerhaft übersetzt wurden.

Fazit:
Auch wenn Preta: Vendetta Rising in Sachen Spieltiefe und Leveldesign nicht mit dem Genre-Primus Diablo 3 mithalten kann, beweist es durch die tolle Atmosphäre und das simple, aber auch spaßige Kampfsystem eindrucksvoll, dass auch Action-Rollenspiele gute VR-Spiele abgegeben können. Zumal man für den Preis von 20 Euro einen enormen Umfang sowie einen interessanten Mehrspieler-Modus geboten bekommt. Bedauerlich ist leider nur, dass das Grinding einen großen Teil des Spiels ausmacht. Dennoch: Wer sich für Virtual Reality interessiert und dem RPG-Genre nicht abgeneigt ist, sollte einen Blick riskieren!

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