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Special: Unsere Indie-Lieblinge 2019

Nachdem wir euch unsere fünf Lieblingsspiele aus dem vergangenen Jahr präsentiert haben, möchten wir euch im folgenden Special unsere Indie-Lieblinge des letzten Jahres vorstellen.

Baba is you (PC/Mac, Switch)
Bei Baba is you handelt es sich schlicht und ergreifend um eines der besten und innovativsten Puzzle-Spiele der letzten Jahre. Der Clou an dem Titel ist, dass man durch das Bewegen der Befehlsblöcke die Regeln im Spiel ändern kann, nach denen gespielt wird. So kann man sich selbst in die umher stehenden Objekte verwandeln, zuvor nicht überwindbare Hindernisse entschärfen oder sogar das zu erreichende Ziel verändern. Das Spiel gewährt einem enorm viel Freiraum bei der Festlegung der Regeln, was dazu führt, dass es immer viele verschiedene Wege gibt, die rund 200 Puzzles zu lösen. Letzteres zu erreichen, wird aber viel Zeit und Hirnschmalz erfordern, da die Level immer kniffliger werden. Das Erfolgsgefühl ist dafür aber umso befriedigender.

Amid Evil (PC)
Wer ein Herz für First-Person-Shooter der alten Schule hat, wird sicherlich etwas von der neuen Retro-FPS-Welle mitbekommen haben, die in den letzten zwölf Monaten einiges an beachtlichen Titel angespült hat. Da hätten wir Dusk, Nightmare Reaper, Ion Fury, Wrath: Aeon of Ruin, Maximum Action und vor allem Amid Evil. Letzteres sieht sich als Ehrerbietung an Klassiker wie Heretic und Hexen, bietet aber auch abseits des Nostalgiefaktor etliche Qualitäten, weswegen sich der Titel vor modernen Vertreter des Genres nicht verstecken muss. Schnelle Action mit magischen Artefakten, herausfordernde Encounter, abgefahrenes Level-Design, welches gerade in den letzten Episoden ordentlich aufdreht und der großartige Soundtrack von Komponist Andrew Hulshult machen Amid Evil zu einem absoluten Ausnahmetitel.

Katana Zero (PC/Mac, Switch)
Askiisoft lieferten mit Katana Zero ganz großes Indie-Kino ab, welches ich bis heute in der Form nur mit der Veröffentlichung des ersten Hotline Miami-Ablegers vergleichen könnte. Erbarmungslos, motivierend, stylisch, berauschend und in sich packend, schleift uns das Spiel in den knapp drei Stunden Spielzeit von einer Herausforderung zur Nächsten. Besonders überraschen konnte dabei auch der Plot, der direkt aus einem dystopischen 80er-Action-Film entsprungen sein könnte, ohne dabei aber platt oder gar naiv zu wirken. Freunde von anspruchsvollen Action-Plattformern müssen Katana Zero gespielt haben und man darf mehr als gespannt sein, was Askiisoft in der Zukunft alles auf die Beine stellen wird.

Outer Wilds (PC, PS4, One)
Es nicht einfach über Outer Wilds zu sprechen, ohne zu viel zu verraten. Denn wenn man einen Titel wirklich blind erleben sollte, dann ist es das Debüt aus dem Hause Mobius Digital. Wer also nur ein bisschen Funken Interesse daran hat, sollte lieber die nächsten Zeilen überspringen und es so schnell wie möglich selber spielen. Noch da? Okay. Outer Wilds ist ein Spiel, welches man nur alle paar Jahre mal vorgesetzt bekommt. Dabei ist das Grundkonzept an sich eigentlich nicht wirklich neu. Wir steigen in unser kleines Raumschiff, erkunden die Planeten in dem Sonnensystem und lernen dabei eine alte Zivilisation kennen, die lange vor uns den Weltraum bereist hat. Jedoch wird uns recht schnell klar, dass etwas nicht stimmen kann. Die Fragen nach dem „Wie“ und „Warum“ stehen im Fokus von Outer Wilds, was sich mit jeder Stunde mehr und mehr zu einem intergalaktischen Puzzle entwickelt, welches einige Überraschungen für uns bereit hält.

Pathologic 2 (PC, One)
Während die meisten Vertreter in dieser Liste gerade durch ihren Spielspaß punkten, trifft bei Pathologic 2 eher das absolute Gegenteil zu. Es ist ungemütlich, unfreundlich und führt den Spieler nicht selten in eine Sackgasse, aus der er nicht so einfach herauskommt. Gerade diese Sperrigkeit unterstreicht diesen surrealen Fiebertraum aber perfekt und wenn man sich einmal damit arrangiert hat, ist Pathologic 2 eine einzigartige Erfahrung, die einen nicht einfach so loslässt. Sei es die unterschiedlichen Charaktere, das komplette World-Building, welches uns im ersten Durchgang sicherlich mehr Fragen als Antworten gibt oder einfach der erbarmungslose Überlebenskampf, der einen nicht belohnt, sondern nur dazu da ist, um uns immer wieder unten zu halten. All dies machte den Titel zu einem wahren Highlight im Indie-Sektor.

Slay the Spire (PC/Mac, PS4, One, Switch)
Slay the Spire ist ein Roguelike-Kartenspiel, bei dem man auf einem simplen Spielbrett den nächsten Weg bestimmt und sich zwischen Händlern, Schätzen und natürlich Kämpfen entscheidet, um sein Deck dynamisch zu optimieren und am Ende mächtige Bosse zu besiegen. Dabei stellt uns jeder Durchgang vor neuen Herausforderungen und motiviert mit unerwarteten Synergien und der richtigen Prise Humor. “Nur noch eine Runde” endet dann gerne mal in durchgemachten Nächte und ohne Probleme in hundert Stunden Spielspaß. Das Entwicklerstudio Mega Crit hat hier ein Händchen für das perfekte Balancing eines schwierigen Genres bewiesen und sich einen unserer GotY-Plätze zweifellos mit Slay the Spire verdient.

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