Im Test: Trailblazers (PC, PS4, One, Switch)

Mit Trailblazers haben Supergonk, ein Team bestehend aus ehemaligen Codemasters- und Bizarre Creations-Entwicklern, kürzlich einen Arcade-Racer der etwas anderen Art veröffentlicht. Trailblazers vereint dem Genre wortwörtlich einen neuen Anstrich, weil es einen futuristischen Racer a la Wipeout oder F-Zero mit Splatoon vermischt. Unser Test klärt auf, ob es sich hierbei um einen neuen Arcade-Racer-Hit handelt!

Bei Trailblazers handelt es sich um einen teambasierten Arcade-Racer, der sich spielerisch enorm von anderen Genre-Vertretern absetzen kann. In Splatoon-Manier müssen wir nämlich die Rennstrecke mit unserer Teamfarbe einfärben. Wenn wir über unsere eigenen Farbstreifen düsen, gewähren uns diese einen Geschwindigkeitsschub. Gleichzeitig kann man aber auch die defensivere Herangehensweise verwenden, in dem man die gegnerischen Streifen übermalt (und somit das gegnerische Team bremst) oder sogar die gegnerischen Fahrer mit einer Ladung Farbe ins Schleudern bringt. Letztere Aktion leert jedoch den gesamten Farbtank und sollte daher wohlüberlegt sein. Dieses Einfärben-Feature ist nicht nur eine erfrischende Abwechslung im Rennspiel-Genre, sondern sorgt auch für eine enorme Dynamik und taktischen Tiefgang in den Rennen. Im Spiel wird großer Wert auf Teamwork gelegt, weshalb man sich mit seinem Mitspieler immer viel absprechen muss, gerade auch weil nicht nur die Zielposition über den Erfolg des Rennens bestimmt, sondern auch Punkte für Drifting und das Bemalen der Strecke vergeben werden.

Trailblazers ist eindeutig auf den Multiplayer-Modus ausgelegt, welcher fünf Rennarten, einen Splitscreen-Modus und online sogar eine Crossplattform-Unterstützung bietet. Dennoch enthält das Spiel aber auch eine Einzelspieler-Kampagne, in der einem die Grundmechaniken des Spiels sowie die acht verschiedene Charaktere mit ihrer Hintergrundgeschichte genauer vorgestellt werden. Letztere besitzen verschiedene Stärken und Schwächen. Manche besitzen stärkere Boost-Skills, andere einen größeren Farbtank, während die Allrounder ausgeglichene Fähigkeiten bieten.

Das Streckendesign von Trailblazers ist sehr durchdacht und abwechslungsreich. Leider bietet das Spiel allerdings gerade einmal 10 verschiedene Strecken. Zusammen mit den fünf Rennarten und den acht Charakteren kann man also leider nicht von einem umfangreichen Rennspiel sprechen. Der Umfang stellt daher auch den größten Schwachpunkt von Trailblazers dar. Das ist besonders deshalb schade, weil das spielerische Grundgerüst absolut überzeugen kann.

Die Präsentation von Trailblazers bietet sowohl Höhen als auch Tiefen. Generell punktet die Präsentation mit einer knallbunten Optik, einem stylischen Charakter-Design sowie dem nötigen Geschwindigkeitsgefühl. Der Soundtrack passt perfekt zum farbenfrohen Look und erinnert stellenweise an das gute alte Jet Set Radio. Leider kam es in der von uns getesteten PS4-Fassung allerdings sehr häufig zu technischen Problemen. Speziell Framerate-Einbrüche minderten das eine oder andere Mal den Spielspaß, vor allem in Online-Rennen. Glücklicherweise sind das aber auch Probleme, die durch Patches behoben werden können.

Fazit:
Trailblazers ist ein unterhaltsamer Arcade-Racer mit einem erfrischenden Gameplaykonzept, welches den Rennen viel Dynamik und taktischen Tiefgang verleiht. Speziell in dem spaßigen Koop-Modus entfaltet sich die Mischung aus F-Zero und Splatoon so richtig, während die Präsentation knallbunt ist und das nötige Geschwindigkeitsgefühl vermittelt. Leider wirken sich jedoch der zu geringe Umfang und die technische Probleme negativ auf den eigentlich sehr positiven Gesamteindruck aus. Trotzdem: Wer auf der Suche nach einem Arcade-Racer mit frischen Ideen ist, wird hier fündig!

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