Gamescom Hands-On: Mutant Year Zero (PC, PS4, One)

Gehen ein Schwein, eine Ente und ein Mädchen nach Eden. So oder so ähnlich fangen meist unglaublich gute Witze an. Doch in unserem Falle handelt es sich in keinster Weise um einen Witz, sondern um ein knüppelhartes Strategiespiel in bester Xcom-Manier aus dem Hause Funcom. Wir hatten auf der GamesCom rund 45 Minuten Zeit, eine weit fortgeschrittene Version Probe zu spielen und haben euch ein paar Eindrücke mitgebracht.

Zu Beginn der Demo übernehmen wir die Kontrolle über ein Team, bestehend aus drei Mutanten. Später im Spiel sollen mehr Teammitglieder hinzustoßen, die Gruppengröße ist allerdings immer auf drei begrenzt. Teammitglieder lassen sich allerdings zu jeder Zeit austauschen, es sei denn, man befindet sich gerade im Kampf. Die in der Demo verfügbare Gruppe bestand aus der Ente Dux, dem Schwein Bormin und einer jungen Dame Namens Selma. Alle verfügen über verschiedene Fähigkeiten, die dem Team in und außerhalb des Kampfes nützlich sind.

Das Spiel startet in einem verlassenen Tunnel, alles ist grün überwuchert und verfallen und vor allem eins: wunderschön. Das technische Grundgerüst ist mehr als solide und bringt die verfallenen Ruinen schöner rüber, als sie eigentlich sein sollten. Nach dem ersten Wow-Moment beginnen wir mit der Erkundung des Tunnels, der Soundtrack sowie die tolle Lichtstimmung tragen unheimlich zur dichten Atmosphäre des Titels bei. Nach einigen Schritten hören wir stimmen und begeben uns in eine Mischung aus einem Schleich- und Erkundungsmodus. Zum einen können wir in RPG- oder Adventure-Manier die Umgebung erkunden und beispielsweise umher liegende Items einsammeln, zum anderen können wir aber auch Kämpfe komplett umgehen oder die Einheiten richtig positionieren und uns mit einem Überraschungsangriff entscheidende Vorteile in der Schlacht sichern. Es besteht auch die Möglichkeit, auf schallgedämpfte Waffen zurückzugreifen und so die eine oder andere Wache unbemerkt auszuschalten. Aber Vorsicht: die Gegner KI ist auf zack, sehen sie eine Leiche, beginnen sie direkt den Bereich abzusuchen.

Es kommt wie es kommen muss und wir werden kurze Zeit später entdeckt. Nun begibt sich das Spiel in den Kampfmodus. Ähnlich wie in Xcom Enemy Unknown aus dem Hause Firaxis/2k werden Schlachten rundenbasiert ausgetragen. Jeder Charakter hat Angriffspunkte und Bewegungspunkte. Man kann sich also nur eine bestimmte Weile vorwärts bewegen und ist in den Angriffsmöglichkeiten limitiert. Hinter Objekten kann man Deckung nehmen, hier wird unterschieden zwischen voller Deckung und halber Deckung. Noch bevor die Demo startete, meinte man zu uns, dass noch keiner die Demo auf dem Event beendet hatte. Vorsorglich haben wir also den Schwierigkeitsgrad „leicht“ gewählt und mussten trotzdem recht schnell feststellen, warum die Demo noch niemand beenden konnte… denn nur drei Züge in den ersten Kampf hinein war es bereits um unsere Gruppe geschehen. Also neu laden und die Situation neu angehen. Die Gegner KI bestraft selbst auf der niedrigsten Stufe jeden Fehler erbarmungslos. Mit unserem neu erlangten Wissen über Gegnerpositionen in diesem Kampfszenario gehen wir voller Zuversicht an die Situation heran, nutzen umherliegende Gastanks als Hilfsmittel, um der Mutantenschaar Einhalt zu gebieten und gehen fünf schweißtreibende Minuten später siegreich aus der Schlacht. Mit den aus dem Kampf erhaltenen Erfahrungspunkten können wir die Stufe unserer Truppe steigern und neue Fähigkeiten freischalten. Ebenso können alle Gruppenmitglieder ganz RPG-like mit verschiedenen Equip-Items ausgerüstet werden, welche für bessere Attribute sorgen.

Fazit:
Was wir spielen durften, hat uns sehr gut gefallen. Mutant Year Zero scheint ein absoluter Kracher im Strategie-Bereich zu werden. Die Kämpfe waren knackig, aber nie unfair. Wir sind gespannt darauf, was die finale Version bereithalten wird, wenn sie am 4. Dezember 2018 auf Steam, PS4 und XBOX One erscheint. Taktik- und Strategiefans sollten dieses Spiel auf jeden Fall im Auge behalten. Für uns war Mutant Year Zero jedenfalls eines der Highlights der diesjährigen Gamescom!

(geschrieben von Frank Johann)