Im Test: Snake Pass (Switch, PS4, XBOX One, Steam)

Das britische Entwicklerstudio Sumo Digital ist hauptsächlich für Auftragsarbeiten wie Outrun 2, Sonic and All-Stars Racing Transformed oder Little Big Planet 3 bekannt. Mit Snake Pass haben sie nun ihre erste eigene IP veröffentlicht und wir haben uns dieses Schlangenabenteuer für euch in unserem Test näher angeschaut!

Das Spielprinzip von Snake Pass ist schnell erklärt: Wir steuern die Schlange Noodle durch farbenfrohe Welten und müssen verschiedene Objekte und Schlüssel einsammeln, um Zugang zum jeweils nächsten Abschnitt zu erhalten. Was auf den ersten Blick wie ein typischer Platformer klingt, entpuppt sich in Wahrheit aber eher als ein 3D-Physik-Puzzle, denn es wird hier weder gehüpft noch gibt es irgendwelche Gegner. Stattdessen ist die Umgebung mit ihren Hindernissen der einzige Gegner im Spiel und es gilt, die ungewöhnliche Steuerung der Schlange zu meistern. Nur so können wir die verschiedenen Hindernisse überqueren und die gesuchten Objekte sammeln.

Während der Schwierigkeitsgrad in der ersten Welt noch sehr niedrig angesetzt ist, steigt er bereits in der zweiten Welt stark an. Die Anzahl an Hindernissen nimmt zu, die gesuchten Objekte sind schwerer zu finden und viele Hindernisse (wie beispielsweise Bambusrohre) müssen mit bestimmten Moves überquert werden. Hinzu kommen einige Kamera-Probleme, die oft unfreiwillig für Frustmomente sorgen.

Insgesamt gilt es im Spiel 15 verschiedene Levels zu meistern, was etwa sechs Stunden dauert. Nach dem Durchspielen kann man dann noch im Time Attack-Modus versuchen, die einzelnen Levels möglichst schnell zu meistern. Auch wenn Snake Pass für lediglich 20 Euro zu haben ist, hätte der Umfang dennoch etwas größer ausfallen müssen.

Mich persönlich konnte Snake Pass technisch vollends überzeugen. Zum einen wirkt das Spiel mit seinen farbenfrohen und detailverliebten Welten sowie den charmanten Figuren wie eine moderne Version eines N64-Platformers, zum anderen strahlt das Spiel einfach eine extrem entspannende Atmosphäre aus, die perfekt zu dem stressfreien Gameplay passt. Für den sehr gut gelungenen Soundtrack zeichnet sich auch David Wise verantwortlich, der die Musik für Klassiker wie Donkey Kong Country, Starfox Adventures oder Battletoads geschrieben hat.

Wer über eine PS4 Pro und einen 4K-Fernseher verfügt, kann das Spiel wahlweise in 1080p/60fps oder in 4K/30fps spielen und darf sich außerdem über eine HDR-Unterstützung freuen. Wir haben dagegen die Switch-Version gespielt, die optisch zwar etwas schlechter aussieht, sich dafür aber problemlos von unterwegs spielen lässt.

Fazit:
Mit Snake Pass liefert Sumo Digital einen kleinen, äußerst charmenten Indie-Titel ab, der vor allem von seiner entspannten Atmosphäre und der ungewöhnlichen Steuerung lebt, die es hier zu meistern gilt. Sowohl optisch als auch akustisch werden dagegen Erinnerungen an die gute alte N64-Ära wach, während das Gameplay einen frischen und unverbrauchten Eindruck hinterlässt. Leider ist nur der Umfang mit seinen lediglich 15 Levels sehr gering ausgefallen.

Snake Pass wurde von uns auf der Nintendo Switch getestet. Es ist außerdem für Playstation 4, XBOX One und PC erhältlich.

(getestet von Tim Berwian)

 

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