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Im Test: Bayonetta & Vanquish 10th Anniversary Bundle (PS4 / One)

Platinum Games feiert Geburtstag und wir feiern mit. Nach zehn Jahren und einigen Neuveröffentlichungen erhalten wir endlich Vanquish und Bayonetta für PS4 und Xbox One. Beide Action-Games von Sega begeisterten die Fans auf der alten Konsolengeneration. Ob sie auch heute noch dazu in der Lage sind und was sich sonst so getan hat, erfahrt ihr in unserem Test.

Es bedarf keiner großen Ansprachen mehr für diese Spiele. Platinum hat mit Vanquish vor zehn Jahren dem damals populären Covershootergenre einen unverkennbaren eigenen Anstrich verpasst und mit Bayonetta einen Meilenstein geschaffen, der heute noch viele Ewige-Bestenlisten ziert. Einen kurzen Überblick über beide Spiele, die jetzt überarbeitet für die aktuelle Konsolengeneration erschienen sind, gibt es dennoch.

Vanquish. Ein Third-Person-Shooter im Geschwindigkeitsrausch. Während Cyborgs, Mechs und gebäudegroße Spinnenroboter uns umzingeln, kennt Protagonist Sam nur eine Defensive: Geschwindigkeit. Mit unserem hochmodernen Jet-Suit düsen wir zwischen Deckungen hin und her und zerschrotten feindliche Technik mit einem tödlichen Arsenal an leistungsstarken Waffen. Mit einer praktischen SlowMo-Funktion bringen wir das Geschehen auf ein reaktionsfreundliches Tempo. Dabei bescheren und Ausbrüche maskuliner Coolness ein jugendliches Grinsen aufs Gesicht, wenn sich Sam inmitten von Explosionen im Kugelhagel die nächste Kippe anzündet, bevor er als Hightech-Ninja schier unmögliche Manöver vollführt. Vanquish erinnert spielerisch trotz Covershooter-Mechaniken viel mehr an rasante Actiongames der Marke Devil May Cry und – wie sollte es anders sein – Bayonetta.

Bayonetta. Das ist die feministische Antithese zum testosteron-gepumpten SciFi-Shooter. Wir schlüpfen in die Rolle der verbannten Hexe Bayonetta. Mit ihren endlos langen Beinen, einem freizügigen Outfit aus Dämonenhaaren und mehr ein- als zweideutigen Gesten ist sie der verkörperte Sex – und somit und wegen weitaus bedeutender Gründe ein blasphemischer Ausdruck für Gott und seine himmlischen Engel. Als klassisches Character Action Game pflügen wir uns so mit spektakulären Combos durch göttliche Pforten, weichen im letzten Augenblick aus, um uns während der zeitverlangsamenden Witch Time einen Vorteil zu verschaffen und vermöbeln golden glänzende Bosse überirdischer Heiligtümer. Das Ende ist hier nur der Anfang, denn Highscore-Tabellen, Unlockables, Secrets und immer größer werdende Herausforderungen motivieren zum wiederholten Durchspielen dieses endlosen Höhepunkts.

Beide Spiele ließen die Technik ihrer damaligen Konsolengeneration zurück und erstrahlen nun in knackscharfen 4k-Auflösungen und der Spielgeschwindigkeit würdigen superflüssigen 60fps. Das ist eine Wohltat für alle Konsolenspieler, die auf Xbox 360 und PS3 damals noch mit fiesen Rucklern zu kämpfen hatten. Im selben Zusammenhang wurden die Ladezeiten auf ein sehr angenehmes Minimum von ein bis zwei Sekunden minimiert. Auch wenn sich technisch nicht mehr getan hat, reicht das aus um eine saubere, Spielspaß fördernde Erfahrung zu schaffen.

An einigen Ecken hätte ich mir dennoch kleinere Veränderungen im bescheidenen Rahmen gewünscht. So hätte man ruhig die Einstellungsmöglichkeiten erweitern können, um den Komfort zu verbessern. Wer beispielsweise mit der etwas ungewohnten Tastenbelegung in Bayonetta seine Probleme hat, wird keine Alternative finden.

Aber das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, denn abseits oberflächlicher Alterserscheinungen funktionieren diese Spiele noch wie am ersten Tag. Vanquish kämpft damals wie heute etwas repetitiven Missionsdesign und einer überhasteten, etwas willkürlichen Story, während Bayonetta heute wieder einmal beweist, was für ein zeit- und makelloser Klassiker dieses Spiel ist. Beide Spiele müssen sich aber vor der technisch fortgeschrittenen, modernen Konkurrenz nicht scheuen.

Fazit:
Das Remaster von Vanquish und Bayonetta kommt etwas spät, und gibt sich bescheiden. Abseits der besseren Auflösung und höheren Framerate sucht man Neuerungen vergebens. Glücklicherweise scheinen diese Spiele mit einzigartigen Qualitäten, denen kein Zahn der Zeit etwas anhaben kann. Beide Spiele sind ausgezeichnete gameplayfokussierte Achterbahnfahrten und auch heute noch ohne Zweifel empfehlenswert. Wer die Spiele mittlerweile nach zehn Jahren wieder vermisst oder etwas Videospielgeschichte nachholen will, kann zum fairen Preis von 40€ direkt zuschlagen.

(getestet von eape)

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