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Retro City Rampage: XBLA-Version im Test

Das erste Arcade-Spiel im Jahr 2013, welches wir unter die Lupe nehmen, ist allein auf dem Papier betrachtet schon etwas Besonderes: Es wurde fast ausschließlich von nur einer einzigen Person (Brian Provinciano) programmiert, erscheint aber als vollwertiges XBLA-Spiel (sowie auf anderen Plattformen). 

Genau wie damals
Schwierig wird es, die Frage nach dem Spielinhalt genau zu beantworten. Denn der Titel versteht sich viel mehr als eine Hommage an die gute alte Retro-Zeit, also die 80er und 90er. Es parodiert eine ganze Reihe von Filmen und Videospielen aus der vergangenen Zeit und lässt einige Kinderhelden wiederauferstehen. Da gerät die eigentliche Geschichte um unseren Protagonisten „Spieler“ (kreativer Name, nicht?), der nach einem Banküberfall in einer defekten Zeitmaschine landet, die es nun zusammen mit einem verrückten Professor zu reparieren gilt, fast in den Hintergrund. Zugegeben, so richtig mitreißend ist der Handlungsstrang nicht. Dafür überzeugen uns die unzähligen Ideen und Anspielungen. Typisch Parodie eben! Die humorvollen Dialoge sind fast perfekt ins Deutsche übersetzt worden und können per Bildschirmeinblendung verfolgt werden. Auf eine Sprachausgabe hat der Entwickler verzichtet.

Neben den Hauptmissionen, die daraus bestehen, auf verschiedenste Weisen an die neuen Teile für die Zeitmaschine zu gelangen, gibt es eine Reihe von Nebenmissionen, die genau wie der Besuch von Waffenhändlern, Spielcasinos, Läden und vielem mehr einfach in der offenen Welt aufgesucht werden. Wahlweise zu Fuß oder – wenn es schneller gehen muss – mit einem der zahlreichen Vehikel im Spiel. Vom Fahrrad über den Sportwagen und den Transporter bis zum Panzer – hier ist wie beim Ahnenverwandten GTA so einiges dabei. Aber auch die Polizei ist in den Straßen der Stadt, welche übrigens eine sehr angenehme Größe hat, unterwegs. Verkehrsverstöße werden per Polizeiverfolgung und Schießerei geahndet, sogar das Militär kann eingreifen.

Was gibt’s Neues?
„Retro City Rampage“ bietet rund 50 Missionen sowie jede Menge versteckte Dinge und Orte. Ein Highlight sind sicherlich die Gastauftritte einiger Neuzeit-Helden wie z.B. Meat Boy oder Splosion Man. Hinzu kommen noch einige Sammelaufgaben – wie in der heutigen Zeit üblich und kleinere Aufgaben, die je nach Abschneiden mit einer Bronze-, Silber- oder Gold-Medaille belohnt werden. Wer alles sehen, entdecken und freischalten möchte, kann mindestens 10-15 Stunden einplanen. Eine gute Spielzeit also für einen Arcade-Titel, der allerdings ein Problem mit sich herumträgt: Das Gameplay ist meist nicht abwechslungsreich genug, dass man gleich mehrere Stunden am Stück spielt. Gut gelöst: Wer direkt ins Geschehen einsteigen möchte, der hat den „Freies Spiel“-Modus zur Verfügung, wo man ohne Story direkt Unruhe in der Stadt verbreiten kann.

Fazit:
Hut ab für einen Mann namens Brian Provinciano, der es im „Alleingang“ geschafft hat, einen mehr als soliden Arcade-Titel auf die Beine zu stellen und das Licht der Welt erblicken zu lassen. Alleine dafür müsste es schon einen Extra-Stern geben. „Retro City Rampage“ hat uns im Test überzeugt, weil es sich mehr als ein Spiel versteht. Es ist eine Zeitreise in die vergangenen Jahrzehnte, eine humorvolle und stimmige Liebeserklärung, verpackt als Parodie im Retro-Look. Diese zahlreichen genialen Ideen, die darin stecken, lassen uns über die Schwächen im Bereich der Handlung und der Abwechslung im Spielverlauf hinwegsehen. Wer etwas für Retro übrig hat, ist hier genau richtig. Mitzubringen sind allerdings etwas happige 1200 MS-Punkte (gestartet ist der Titel zu Beginn bei 800 MS-Punkten). Dennoch gibt es von uns eine Kaufempfehlung und für die Skeptiker zumindest den Rat, sich die Demoversion anzuschauen.

8/10

(getestet von Timo, XBLAnews.de)

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