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Im Test: Super Meat Boy Forever (PC, Switch)

Vor zehn Jahren veröffentlichten Team Meat mit Super Meat Boy einen der besten Platformer aller Zeiten, der zugleich auch wegweisend für die gesamte Indie-Szene war. Der Nachfolger Super Meat Boy Forever war ursprünglich für mobile Geräte geplant, wurde in den letzten Jahren aber immer weiter verschoben und feierte kürzlich endlich seine Veröffentlichung auf Switch und PC. Ob die Fortsetzung dem Original gerecht wird, klärt unser Testbericht auf!

Meat Boy und seine Herzensdame Bandage Girl verbringen mit ihrem Nachwuchs Nugget ein gemütliches Picknick, als plötzlich der fiese Dr. Fetus auftaucht und den Sprössling entführt. Nun gilt es für die beiden Eltern gemeinsam Dr. Fetus den Kampf anzusagen und Nugget zu befreien!

Natürlich verbirgt sich auch hinter Super Meat Boy Forever wieder ein knallharter Plattformer, in dem man bockschwere Levels mit möglichst wenig Spieltoden in einer möglichst schnellen Zeit meistern muss. Zahlreiche gefährliche Fallen und Hindernisse wollen das aber verhindern und sorgen bereits ab dem ersten Level für zahlreiche Spieltode. Verglichen mit dem ersten Teil gibt es in Super Meat Boy Forever aber zwei große Unterschiede: Zum einen läuft unsere Spielfigur nun automatisch und wir müssen per Knopfdruck lediglich noch Aktionen wie Sprünge, Attacken oder Slides ausführen und zum anderen werden die Welten mitsamt ihren Levels nun für jeden Spieldurchgang zufällig generiert. Speziell der Wechsel von einem klassischen Platformer zu einem Auto-Runner dürfte viele Spieler stören. Zwar gewöhnt man sich durchaus an diese neue Methode, jedoch bekommt man nie das Gefühl der vollen Kontrolle, zumal einige Aktionen über den gleichen Button ausführt werden, da das gesamte Spiel mit nur zwei Buttons gesteuert wird. Außerdem wird man nie so wirklich das Gefühl los, als würde man ein Mobile-Game zocken, was kein Wunder ist, schließlich war Super Meat Boy Forever ursprünglich als ein solches geplant. Auch die zufällig generierten Levels stellen leider keine Verbesserung dar. Generell ist es zwar toll, dass man nach jedem Durchspielen komplett neue Levels serviert bekommt und somit für einen ordentlichen Wiederspielwert gesorgt wird, andererseits erreichen die Levels dadurch in Sachen Leveldesign nicht im Ansatz die Qualität des ersten Teils. Ganz zu schweigen davon, dass das Balancing des Schwierigkeitsgrades stark darunter leidet.

Super Meat Boy Forever bietet spielerisch aber auch viel positives. Generell macht das Absolvieren der teilweise extrem herausfordernden Levels nicht nur Spaß, sondern befriedigt auch ungemein. Die Bosskämpfe zählen eindeutig zu den spielerischen Highlights, weil sie sehr einfallsreich in Szene gesetzt sind. Abseits davon gibt es neuerdings aber auch sehr spaßige Rätseleinlagen, welche den Standardspielablauf etwas auffrischen. Für die geforderten 15 Euro bietet Super Meat Boy Forever einen enormen Umfang. Neben der Tatsache, dass die Welten zufällig generiert werden und somit immer neue Inhalte bieten, kann man zahlreiche Charaktere und Skins sowie noch schwerere Dark World-Variante der Levels freischalten. Wer alles freischalten und absolvieren will, wird also etliche Stunden mit dem Spiel verbringen.

Hinsichtlich der Grafik, gelingt es Super Meat Boy Forever seinen Vorgänger zu übertrumpfen. Zwar präsentiert sich das Spiel nach wie vor in einem trashigen Cartoon-Look, jedoch um einiges detailverliebter und charmanter als im Original. Trotzdem könnten vor allem die Umgebungen innerhalb der Levels mehr Liebe zum Detail vertragen. Dafür legt das Spiel aber wieder großen Wert auf Humor, was man vor allem anhand der Zwischensequenzen und den diversen Anspielungen auf die Videospielkultur erkennt. Der rockige Soundtrack passt auch perfekt zum Spielgeschehen, kann aber nicht mit den Klängen von Danny Baranowsky mithalten.

Fazit:
Sicherlich steckt auch hinter Super Meat Boy Forever wieder ein solider Platformer, dessen Stärken in der witzigen Präsentation, dem großen Wiederspielwert und der ordentlichen Portion Herausforderung liegen. Leider sorgen die zufällig generierten Levels aber für starke Schwankungen beim Schwierigkeitsgrad sowie bei der Qualität des Leveldesigns. Außerdem wird der Wechsel zu einem Auto-Runner sicherlich nicht jedem gefallen. Das alles führt letztlich dazu, dass die Qualität des genialen Erstlings nicht erreicht werden kann. 

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