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Im Test: Not A Hero (Steam, PSN)

Runter vom Skateboard und ab ins Action-Getümmel: Nach den beiden OlliOlli-Teilen wagen sich die britischen Entwickler von Roll7 mit Not A Hero nun an das hart umkämpfte Genre der Sidescroll-Action. Der Test zeigt, wie gut der Genrewechsel gelungen ist.

In Not A Hero kandidiert der schräge BunnyLord drei Wochen vor der Wahl zum Amt des Bürgermeisters. Mit handfesten Taten gegen das Verbrechen will er die Stimmen der Wähler für sich gewinnen und heuert daher uns an. Als Attentäter müssen wir somit verschiedene Auftrage des BunnyLords annehmen, welche meist damit enden, dass wir unzählige Kriminelle über den Haufen ballern oder Bomben hochgehen lassen. Aus der 2D-Perspektive ballern wir uns also durch die verschiedenen Levels und Stockwerke und müssen dabei immer wieder von dem sehr gut funktionierenden Deckungssystem Gebrauch machen. Denn nur damit haben wir in den teils hektischen Schussgefechten eine echte Chance! Generell muss man das Spiel für seine perfekte Spielbarkeit loben. Die Spielfigur lässt sich nicht nur schnell und einfach steuern, sondern die Schüsse haben, ähnlich wie in Hotline Miami, auch eine gewisse Wucht, die für ein besseres Spielgefühl sorgt. Mit nur einem Knopfdruck begeben wir uns in Deckung bzw. verlassen diese wieder, was für einen sehr schnellen Spielfluss sorgt.

Die größte Stärke von Not A Hero ist neben der Spielbarkeit vor allem die tolle Präsentation. Der Retro-Look wird sicher jeden Indie-Fan begeistern, während die toll ausgesuchte Chiptune-Musik perfekt zum Spielgeschehen passt. Abgerundet wird das Ganze dann noch durch eine ordentliche Portion schwarzem Humor, so wie man es eben aus England kennt. Einzig an optischer Vielfalt mangelt es dem Spiel etwas, vor allem in Sachen Leveldesign.

Mich persönlich haben an Not A Hero aber nur zwei Punkte wirklich gestört: Zum einen wäre da der ziemlich hohe Schwierigkeitsgrad, der für den einen oder anderen Frustfaktor sorgt. Wären die Levels kürzer gestaltet, wie man es beispielsweise aus Super Meat Boy kennt, wäre das kein Problem, so muss man aber durch die fehlenden Checkpoints immer wieder von vorne anfangen. Speziell im letzten Drittel wird es durch die immer größere Gegneranzahl sehr knackig. Das zweite Problem ist der geringe Umfang, denn Not A Hero dürfte von jedem in maximal sechs Stunden durchgespielt werden. Viel Wiederspielwert wird einem leider nicht geboten. Einzig die freischaltbaren Charaktere, die über unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen verfügen, sorgen dafür, dass man die Levels möglichst perfekt abschließen will.

Fazit:
Der Genrewechsel vom Skateboard-Spiel zum schwarz humorigen Sidescroll-Geballer ist den Jungs von Roll7 letztlich sehr gut geglückt. Das Spiel begeistert mit einer abgefahrenen Präsentation, einer großen Portion Humor sowie einer nahezu perfekten Spielbarkeit. Vor allem letzteres ist in diesem Genre enorm wichtig! Schade nur, dass der oft entstehende Frustfaktor sowie der generell etwas zu geringe Umfang den Gesamteindruck ein wenig trüben. Diese beiden Punkte verhindern, dass es sich hierbei um das nächste Indie-Meisterwerk aus dem Hause Roll7 handelt. Ein sehr guter Genre-Vertreter ist Not A Hero aber definitiv!

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