Im Test: Lonely Mountains: Downhill (PC, PS4, One)

Ihr seid mit der Entwicklung der Trials-Reihe nicht zufrieden und sucht nach einer empfehlenswerten Alternative? Dann könnte das kürzlich veröffentlichte Lonely Mountains: Downhill des Berliner Studios Megagon Industries euer Interesse wecken! Wir haben die minimalistische Mountainbike-Raserei für euch getestet.

Simpler kann ein Spielprinzip eigentlich nicht sein: In Lonely Mountains: Downhill geht es schlicht und ergreifend darum, sich auf ein Mountainbike zu setzen und den Abhang herunterzurasen. Hier muss man natürlich – ähnlich wie in den Trials-Spielen – das Ziel möglichst schnell bzw. mit möglichst wenig Stürzen erreichen. Zahlreiche Checkpoints sorgen dafür, dass man die Strecke nicht von vorne beginnen muss. Idealerweise wird die Zeit auch immer auf den Zeitpunkt zurückgesetzt, an dem man den Checkpoint zum ersten Mal erreicht hat. Die Steuerung ist genauso simpel wie das Spielprinzip und sorgt für eine nahezu perfekte Spielbarkeit.

Das Streckendesign ist der eigentliche Star des Spiels. Das Spiel verzichtet auf waghalsige Stunts und irre Loopings, stattdessen rast man naturgetreue Abhänge herunter. Wer auf Nummer sicher gehen will, fährt den vorgegebenen Weg zum Ziel, alternativ kann man sich aber auch abseits dieses Weges begeben und dadurch sehr nützliche Abkürzungen finden. Speziell letzteres übte zumindest bei mir den größten Reiz des Spiels aus.

Im Grunde kann man nur am Umfang des Spiels etwas bemängeln. Vier verschiedene Berge mit jeweils vier unterschiedlichen Streckenlayouts sind doch etwas zu wenig. Immerhin kann man im Spiel zahlreiche neue Outfits, Lackierungen und sogar Mountainbikes freischalten und die Bestenliste sorgt – gerade wenn auch Freunde das Spiel spielen – für die größte Motivation. Letztere tröstet dann auch darüber hinweg, dass es in Lonely Mountains: Downhill keinen Multiplayer-Modus gibt.

Technisch ist den Entwicklern meiner Meinung nach ein echtes Meisterstück geglückt, denn nicht nur spielerisch, sondern auch in Sachen Präsentation gibt sich das Spiel bewusst simpel. Grafisch setzen die Entwickler auf einen sehr farbenfrohen Low Poly-Look mit einem hohen Wiedererkennungswert. Zudem verzichtet man hier komplett auf einen Soundtrack, stattdessen fokussiert man sich auf den Sound unseres Bikes, der Natur und der Umgebung. Eine kluge Entscheidung, wie ich finde.

Fazit:
Lonely Mountains: Downhill zählt für mich zu den Indie-Highlights des Jahres. Mit seinem sehr simplen Spielprinzip, dem tollen Low Poly-Look und dem bewussten Verzicht auf einen Soundtrack, konzentriert sich das Spiel in allerlei Hinsicht auf das Wesentliche und genau das macht das Spiel für mich so besonders. Nicht nur für Trials-Fans ein absoluter Downloadtipp!