Im Test: Accel World vs. Sword Art Online (PS4, Vita)

Die beiden Anime-, Manga- bzw. Spiele-Reihen Accel World und Sword Art Online stammen beide aus der Feder des japanischen Autors Rewi Kawahara. In dem kürzlich veröffentlichten Cross-Over Accel World vs. Sword Art Online wurden beide Reihen nun zusammengeführt. Ob diese Mischung erfolgreich ist, deckt die folgende Review auf!

In Accel World vs. Sword Art Online haben Svart Alfheim (SAO) und die beschleunigte Welt (Accel World) begonnen, miteinander zu verschmelzen. Spieler aus beiden Welten müssen miteinander kooperieren, denn nur so können sie den gemeinsamen Feind Personna Babel bekämpfen und Yui aus dessen Fängen befreien.

Spielerisch ist Accel World vs. Sword Art Online wieder ein klassisches Action-Rollenspiel mit starkem Anime-Einfluss. Wir nehmen Genre-typisch zahlreiche Quests an, bekämpfen Gegner und mächtige Bosse und sammeln Stufenaufstiege und wertvolle Items, um unsere Charaktere zu stärken und bessere Fähigkeiten zu erlernen. Die Quests bestehen leider meistens aus eintönigen Aufträgen a la „Besiege X Gegner Y“, „Bringe mit Z Gegenstände“ oder eben Bosskämpfen.

Interessanter ist dagegen das Echtzeitkampfsystem. Normale Angriffe werden direkt per Knopfdruck ausgelöst, während Spezialangriffe immer einen Cool-Down erfordern. Durch die Fairy-Flight Mechanik aus Alfheim Online können die SAO-Charaktere auch fliegen bzw. Luftkämpfe ausfechten, was die Kämpfe um einiges interessanter macht. Per Knopfdruck kann man auch immer zwischen den drei Charakteren der Gruppe wechseln. Die zahlreichen spielbaren Charaktere aus beiden Welten sind meines Erachtens nach der absolute Pluspunkt des Spiels. Nicht nur, weil sich Fans beider Reihen auf viele bekannte Gesichter freuen dürfen, sondern auch weil sich alle Charaktere unterschiedlich spielen und über verschiedene Skills verfügen. Der Reiz liegt durchaus darin, sich sein eigenes Team zusammenzustellen und damit zu experimentieren.

Die Hauptkampagne des Spiels dauert etwa 25 bis 30 Stunden. Möchte man jedoch alle Nebenaufgaben erledigen, sich im New Game Plus austoben und sich mit den vielen verschiedenen Charakteren näher befassen, kann man locker 100 Stunden in das Spiel investieren. Zudem gibt es ja auch noch einen Online-Modus für bis zu vier Spieler. Hier kann man wahlweise zu viert auf Boss-Jagd gehen oder Duelle mit anderen Spielern austragen. Die Community ist zwar nicht wirklich riesig, aber in unserem Test konnten wir zumindest immer passende Mitspieler finden.

Technisch stößt man bei Accel World vs. Sword Art Online auf dieselben Schwachstellen, wie in den anderen Sword Art Online-Spielen. Man merkt dem Titel an, dass er auch für die Playstation Vita veröffentlicht wurde, denn die matschigen Texturen, Charaktermodelle und Effekte erreichen definitiv nicht den gewohnten PS4-Standard. Dafür wird die interessante Story immerhin mit sehenswerten Anime-Sequenzen erzählt und die japanische Synchronisation ist sehr solide. Der Soundtrack hinterlässt dagegen keinen bleibenden Eindruck.

Fazit:
Eines sollte von Anfang an klar sein: Wer Fan von beiden Franchises ist, kommt um einen Kauf von Accel World vs. Sword Art Online nicht herum, denn die Vielzahl an spielbaren Charakteren und die interessante Handlung lassen Fan-Herzen höher schlagen! Wer jedoch mit der Vorlage nicht vertraut ist, wird sich an dem guten Fanservice nicht wirklich erfreuen können und sich stattdessen eher an der durchschnittlichen Technik und dem eintönigen Questdesign stören. 

Accel World vs. Sword Art Online ist seit dem 7. Juli für Playstation 4 und Playstation Vita erhältlich. Getestet wurde die PS4-Fassung des Spiels.

(getestet von Frank Johann)

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