Im Kurztest: Thumper (PS VR, PS4, Steam)

Seit dem Launch der Playstation VR sind nun knapp zwei Wochen vergangen und wir konnten uns in den letzten Wochen so ziemlich alle Launch-Titel anschauen. In einer Reihe von Kurztests möchten wir nun auf die einzelnen Spiele näher eingehen. Den Anfang macht das großartige Musikrhythmusspiel Thumper.

Erhältlich für: PS4 / PSVR (getestet), Steam
Entwickler: Drool
Publisher: Drool
Erscheinungstermin: 13. Oktober 2016
Preis: 19,99 Euro

Das frisch von Ex-Harmonix-Entwicklern gegründete Studio Drool präsentiert mit Thumper sein Comeback ins Rhythmusgenre. Anstatt die Saiten einer E-Gitarre zu schlagen, schlüpfen wir in die Rolle eines Skarabäus-Käfers und springen und grinden uns im Takt zu grässlich-schönen Electro-Noise-Beats.

In neun umfangreichen Levels baut sich dabei eine futuristische Rennstrecke auf, die es zu meistern gilt. Unseren Beitrag zu den harten Electro-Tracks leisten wir allein mit dem X-Button und dem linken Analogstick. Easy to learn, hard to master. Denn während es anfangs noch reicht, rechtzeitig über leuchtenden Plattformen die einzige Taste zu drücken und in Kurven einzulenken, reizt das Spiel nach den ersten Stages seine simple Steuerung komplett aus und lässt unseren glänzenden Käfer über Fallen schweben, Barrieren zerbersten und Feinde mich mächtigen Abwärtsangriffen auslöschen.

Das Tempo nimmt ständig zu und mit ihm wird die rasante Weltraumodyssee immer mehr zur alptraumhaften Vision, wenn die Beats dunkler und zerstörerischer werden und Lovecraft’sche Tentakel nach uns über die Streckenbegrenzung reichen, während sich verstörende, entstellte Bosse vor uns erbauen.

Einziger Lichtblick ist hier der tapfere Skarabäus, der nicht nur die Musik mit tiefen Bässen und kreischenden Höhen ergänzt, sondern das düstere Bild bei synchronen Controllereingaben mit grellen Neonfarben erhellt und uns in einen hypnotisierenden Rausch versetzt. Thumper ist ein audiovisueller Hochgenuss, der seine volle Wirkung in der virtuellen Realität entfaltet.

Und ob mit oder ohne VR, Thumper gehört zu den besten Rhythmusspielen unserer Zeit. Die Lernkurve ist steil und mündet in schier unmenschlichen Geschwindigkeiten, die volle Konzentration und Taktgefühl erfordern, um die Highscoreliste zu erklimmen. Vor verzögerten Eingaben muss man sich trotz der komplexen Technik nicht fürchten. Auch mit VR-Brille steuert sich Thumper vorbildlich präzise.

Fazit:
Thumper ist für Fans von Arcade- und Musikspielen ein Muss und für Besitzer von Playstation VR ein fesselnder und bildgewaltiger Horrortrip, der beweist wie gnadenlos uns die neue Technik in fremde Fantasiewelten entführen kann. Eines der besten Spiele zum PS VR-Launch, vielleicht sogar das Beste!