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Diablo 3: Ultimate Evil Edition Test

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Im Test: Diablo III Ultimate Evil Edition

Vor rund einem Jahr feierte Diablo III sein Konsolendebüt auf der XBOX 360 und Playstation 3. Nun kehrt das Spiel mit dem Addon Reaper of Souls und einigen anderen Neuerungen im Gepäck auf beide Konsolen zurück und beehrt zudem die Next-Gen Konsolen. Eine gelungene Rückkehr? Definitiv!

Was enthält die Ultimate Evil Edition und was ist neu?
Die Diablo III Ultimate Evil Edition enthält neben dem Originalspiel nun endlich auch eine Konsolenversion des im März für erschienenen Addons Reaper of Souls. Darüber hinaus hat man dem Ganzen auch noch einige neue und Konsolen-exklusive Features verpasst. Reaper of Souls erweitert das Hauptspiel um einen fünften Akt, die Kreuzritter-Klasse, neue Gegner, neue Endgegner sowie den so genannten Abenteuer-Modus, der mit seinen endlosen, zufällig generierten Welten, Rifts und Kopfgeldaufträgen für viel Wiederspielwert sorgt.

Auch bei verschiedenen Kleinigkeiten, wie beispielsweise dem Kombo-System, den Fallen, dem Aufheben des Loots oder der zerstörbaren Umgebung in den Dungeons sind viele Verbesserungen vorgenommen worden. Die Konsolenversion profitiert gegenüber der PC-Version von einer wesentlich besseren Steuerung. Unser Charakter lässt sich über den Controller nämlich direkt steuern und Angriffe oder Zauber werden ebenfalls sofort ausgeführt, was speziell im Nahkampf ein enormer Vorteil ist. Durch die Konsolen-exklusive Ausweichrolle kann man gegnerischen Attacken auch besser ausweichen, als jemals zuvor. Gut, die Bedienung des Inventars oder Charakterbildschirms ist natürlich etwas umständlicher als auf dem PC, aber das ist nur eine Gewöhnungssache. Die Playstation-Versionen der Ultimate Evil Edition warten übrigens mit einem besonderen Schmankerl auf: Dort sind nämlich die Clicker aus The Last of Us als Gegnerart in den Nephalem Rifts vertreten und man kann sich eine Rüstung aus Shadow of the Colossus sammeln. Letztlich sind das alles Gründe, weshalb die Diablo III Ultimate Evil Edition sowohl aus spielerischer als auch inhaltlicher Sicht als vermutlich beste Version des Spiels bezeichnet werden kann.

Wer Diablo III bereits auf der XBOX 360 oder Playstation 3 gespielt hat, kann seinen Spielstand übrigens problemlos auf die PS4 oder XBOX One übertragen. Hierfür ist lediglich das Einloggen im Battle.net erforderlich. Eine Übertragung von der PS4 auf die XBOX One ist allerdings nicht möglich. Für die PS3- und XBOX 360-Version des normalen Diablo III ist übrigens kein kostengünstigeres Update erhältlich, Interessenten sind stattdessen zum Kauf dieser Ultimate Evil Edition gezwungen, dafür kostet der Spaß dann aber auch nur rund 40 Euro. Auf der PS4 und XBOX One kostet das Spiel 60 Euro, was in Anbetracht des riesigen Umfangs aber absolut in Ordnung geht!

Diablo III macht im Einzelspieler-Modus natürlich nur halb so viel Spaß und geht erst im Mehrspieler-Modus so richtig auf. Die Ultimate Evil Edition kann in diesem Punkt sogar besonders begeistern, denn neben dem sehr coolen Couch-Koop für bis zu vier Spieler und dem üblichen Online-Koop gibt es nun auch einige weitere, sehr coole Socialfeatures. So können wir Items über eine Art Briefkasten ganz bequem mit Freunden tauschen, durch eine automatische Anpassung der Schwierigsgrade können hoch stufige Charaktere auch mit niedrig stufigen Charakteren bestens zusammen spielen und wenn wir mal bei einem bestimmten Elite-NPC das Zeitliche segnen, kann dieser sogar in die Welt unserer Freunde eindringen. Wenn unsere Freunde sich erfolgreich rächen, erhalten wir sogar einen Teil der Beute.

Im Vergleich zu der PC-Version hatten die Konsolenversion des Originals im letzten Jahr immer noch recht deutlich das Nachsehen. Die Ladezeiten waren länger, die Lichteffekte wesentlich schlechter, die Auflösung war sichtbar geringer und bei starkem Gegneraufkommen und Effektgewitter, ist auch die Framerate ins Stocken geraten. Zumindest auf der XBOX One und der Playstation 4 gehören diese Dinge nun der Vergangenheit an und man ist technisch auf einer Stufe mit der PC-Version. Das Spiel erstrahlt hier in schönen 1080p und 60 FPS, während die XBOX 360- und PS3-Version leider auf 720p zurück greifen muss. Letzteres tut dem Spielspaß aber keinen Abbruch, schließlich war Diablo III noch nie ein wirkliches Grafikbrett, sondern hat viel mehr von der ausgezeichneten, düsteren Atmosphäre gelebt. Auch die sehr stimmigen Soundeffekte und der tolle Soundtrack tragen einiges dazu bei.

Fazit:
Die Diablo III: Ultimate Evil Edition stellt – unabhängig von der gewählten Plattform – für mich die wirklich beste Version des kultigen Action-Rollenspiels dar. Grafisch ist das Spiel auf der XBOX One und Playstation 4 dem PC ebenbürtig, dafür können die Konsolenversionen aber zusätzlich noch mit einer besseren Steuerung, einem viel spaßigeren Mehrspieler-Modus (dank Couch-Koop) sowie einen coolen Exklusivinhalten punkten. Wer Diablo III noch nicht gespielt hat und über eine Microsoft- oder Sony-Konsole verfügt, sollte unbedingt zu dieser Fassung greifen! 

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