App-Test: Heroki (iOS)

Nach den letzten F2P-Titeln hat SEGA in Zusammenarbeit mit den holländischen Indie-Entwicklern Picomy endlich wieder einen Premium-Titel im Appstore veröffentlicht. Wir haben uns den Platformer Heroki im App-Test mal genauer angeschaut!

Heroki ist ganz gewöhnliches Jump’n’Run-Spiel, denn in Wahrheit wird hier überhaupt nicht gesprungen, weil wir mit unserer Spielfigur permanent durch die Levels fliegen, wie man es beispielsweise von der Nights-Reihe kennt. Als junger Heroki fliegen wir durch drei Bezirke des Königreich Levantias, mit dem Ziel, neue Fähigkeiten zu erlernen, um im Endkampf gegen den Fiesling Dr. N. Forchin bestehen zu können. In den Levels nehmen wir es mit den Gegnern auf, in dem wir mit einer Angry Birds-ähnlichen Steuerung Kisten werfen, während viele verschiedene versteckte Objekte die Sammelwut in uns entfachen. Zusätzlich warten aber auch Schalterrätsel sowie Passagen, in denen unsere Geschicklichkeit auf die Probe gestellt wird, auf uns. Checkpoints sorgen natürlich dafür, dass wir nach unserem Ableben nicht wieder von vorne starten müssen. Zwischendurch kann man sich übrigens im Heimatdorf auch die Zeit mit kleinen Minispielen vertreiben oder auch vorübergehende Power-Ups zulegen.

Picomy hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie sich das Spiel am besten auf dem Touchscreen steuern lässt. Daher stehen uns hier gleich drei verschiedene Steuerungsarten zur Auswahl. So kann man das Spiel entweder über einen virtuellen Stick oder durch das Schieben bzw. Ziehen der Spielfigur steuern. Hier sollte eigentlich jeder die für sich passende Option fanden. Schade ist nur, dass keine iOS-Controller unterstützt werden.

Die Präsentation von Heroki ist einer der Höhepunkte des Spiels. Besonders in diesem Punkt erkennt man überall die Liebe, die in den fünf Jahren Entwicklung in das Spiel gesteckt wurde. Alle Schauplätze im Spiel begeistern mit Abwechslungsreichtum, einer enormen Detailvielfalt sowie durchdachtem Leveldesign. Die wunderschöne Farbenpracht zeichnet das Spiel dabei besonders aus. Selbst auf der Vita oder dem 3DS gibt es meiner Meinung nach nicht viele Spiele, die hier mithalten können. Akustisch setzt das Spiel zwar keine Maßstäbe, aber dennoch weiß Heroki auch hier zu gefallen. Das Spiel versprüht einfach in jeder Hinsicht den Flair alter SEGA-Klassiker und wird deshalb auch Hardcore-Spielern ans Herz wachsen!

Heroki wird zum Preis von 7,99 Euro im Appstore angeboten und enthält, wie man es bei einem Premium-Spiel erwartet, keinerlei Inapp-Käufe oder Werbeeinblendungen. Stattdessen enthält das Spiel drei vollgepackte Welten mit abwechslungsreichen Schauplätzen, die erst nach rund acht Stunden durchgespielt sein dürften. Die verschiedenen versteckten Objekte und freischaltbaren Extras laden zudem ohne zu weiteren Spieldurchgängen ein.

Fazit:
Die fünf Jahre Entwicklungszeit haben sich gelohnt, denn Heroki ist einer der besten Platformer im gesamten Appstore geworden, dem man einfach an jedem Pixel ansieht, mit wieviel Liebe er entwickelt wurde. Die auf den Touchscreen angepasst Steuerung funktioniert perfekt, in den abwechslungsreich gestalteten Levels gibt es jede Menge zu entdecken und die wunderschöne, bunte Grafik lässt den Flair alter SEGA-Klassiker aufleben. Durch den sehr ordentlichen Umfang ist der Preis von 7,99 Euro auch mehr als gerechtfertigt. Heroki ist das perfekte Beispiel für ein richtiges Premium-Spiel! Ich wünsche mir jetzt ein neues Nights vom selben Entwicklerstudio! 😉

Heroki
Heroki
Entwickler: SEGA
Preis: 5,49 €
  • Heroki Screenshot
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