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Vorschau: Loop Hero (PC)

Vor knapp einem Monat wurde Loop Hero im Zuge der Game Awards 2020 angekündigt. Doch statt nun erstmal das Tuch des Schweigens über den Titel zu werfen, gewähren uns Entwickler Four Quarters und Publisher Devolver Digital mit einer Preview-Version einen tieferen Einblick in das charmante 16-Bit-Roguelike-Rollenspiel.

Manche Menschen wollen die Welt einfach nur brennen sehen und manche wiederum wollen sie in unendliche Dunkelheit stürzen. Letzteres ist dem bösen Lich gelungen, der die Welt in einer zeitlosen Schleife gefangen hält, in der alles in Vergessenheit geraten ist. Die Namen von Liebsten, legendäre Heldentaten, selbst das Gefühl der Angst, alles liegt in der Ferne und wartet darauf, dass man sich an sie zurückerinnert. Dieses Schicksal betrifft auch unseren namenlosen Helden, der ohne Vergangenheit das für ihn unbekannte Land durchstreift und auf der Suche nach sich selbst ist.

In Loop Hero stürzen wir uns ins wortwörtliche Unbekannte, denn als Roguelike-Titel ist hier jeder Durchgang so wie ein neuer Morgen. Das Kern-Gameplay lässt sich dabei recht schnell erklären: Unser Held bewegt und kämpft sich völlig automatisch durch die zufallsgenerierte Welt, die sich innerhalb eines Kreises abspielt. Das heißt wir beginnen jede Runde an unserem Lager und wenige Tage später befinden wir uns an derselben Stelle wieder. Loot steht hier im Mittelpunkt, denn wir finden auf unserer Reise nicht nur ständig neue Rüstungen, Waffen und Ressourcen, sondern sammeln vor allem Erinnerungen an die alte Welt auf.

Diese Erinnerungen erhalten wir in Form von Spielkarten, die von uns nach und nach auf der Welt platziert werden müssen, wenn wir diese jedenfalls wieder zu einem lebendigen Ort machen wollen.

Denn nicht nur hat jede Erinnerung einen Vorteil für uns, sondern können diese auch nicht zu unterschätzende Nachteile mit sich bringen. So erhalten wir z.B. durch einen Hain zwar in jeder Runde Holz, welches wir für unser Lager gut als Baumaterial gebrauchen können, gleichzeitig finden dadurch aber auch Wölfe ihren Weg in unsere Spielwelt, die fortan die Straßen in der Nähe des Hains nach Nahrung durchstreifen und uns in Kämpfe verwickeln. Somit machen wir uns die Loops also auch selber schwerer, in dem wir uns an immer mehr Orten zurückerinnern und damit auch mehr Gefahren zurückbringen.

Neben dem Erkunden steht auch das Ausbauen unseres Lagers auf dem Plan. Dank der neu gewonnenen Ressourcen bauen wir Gebäude auf und verbessern sie, was uns Zugriff zu neuen Möglichkeiten und sogar Klassen gewährt. So erinnert sich unser Krieger durch den Bau einer Zuflucht daran, dass er auch mal ein Schurke war, der zwar weniger Schaden einstecken kann, dafür aber auch mit zwei Waffen gleichzeitig deutlich mehr austeilt.

Audiovisuell bedient sich Loop Hero stark an den alten Rollenspielen aus der 16-Bit-Ära und gerade die detaillierten Charakter- und Kreaturen-Sprites treffen voll ins Schwarze. Schöne Nostalgie versprüht ebenso der Soundtrack, der so auch vor dreißig Jahren hätte veröffentlicht werden können.

Fazit:
Hat hier Devolver den nächsten Indie Hit in der Pipeline? Nach ca. sieben Stunden sage ich mal ganz vorsichtig „ja“! Das Kern-Gameplay packt einen schnell in die bekannte Roguelike-Motivation-Spirale und lässt danach auch nur schwer los. Wenn der Titel nun bis zum Release noch mehr an Content draufpackt und sogar den Sprung auf andere Plattformen schafft, wird man wohl 2021 schwer um den Titel herumkommen.

Loop Hero erscheint 2021 für PC via Steam. Ein genauer Termin und weitere Portierungen waren bis zu diesem Zeitpunkt von offizieller Seite noch nicht bestätigt.

(getestet von Para)

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