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Im Test: Zombie Army 4: Dead War (PC, PS4, One)

Hitler’s Armee der Untoten ist zurück! In Zombie Army 4: Dead War begeben wir uns nach Südeuropa auf eine actiongeladene Zombie-Jagd und ballern uns in guter alter Koop-Manier durch zahlreiche Gegnerwellen. Wie gut uns die etwas andere Reise nach Italien gefallen hat, könnt ihr in unserer Review nachlesen.

Die Story ist in Zombie Army 4: Dead War nur Nebensache und blitzschnell erklärt: Zwar wurde Hitler im Vorgänger besiegt und in die Hölle geschickt, das hindert seine Armee an Untoten aber nicht daran, die Welt ins Chaos zu stürzen. Unser Auftrag ist klar: Wir müssen es mit tausenden Zombie-Soldaten aufnehmen und irgendwie die Bedrohung stoppen.

Spielerisch erklärt sich Zombie Army 4: Dead War gewissermaßen von selbst. Wir ballern uns wahlweise alleine oder im 4er-Koop aus der Third-Person-Sicht durch unzählige Gegnerhorden und müssen mit Kills unseren Kombo- bzw. Punktezähler in die Höhe treiben. Zwar ist das Spiel generell problemlos alleine spielbar, weil die Anzahl der Gegner mit der Spieleranzahl mitskaliert, aber sein ganzes Potential entfaltet Zombie Army 4: Dead War eben erst im Online-Koop mit bis zu vier Spielern. Zu viert hat man taktisch einfach viel mehr Möglichkeiten, während man alleine nicht einmal wiederbelebt werden kann, weil einem keine Bot-Mitspieler mitgegeben werden.

Das Kerngameplay ist zwar mit seinem Fokus auf die Zombie-Balgerei sehr eintönig, glücklicherweise gelingt es Rebellion aber immer wieder für Abwechslung zu sorgen und den Spieler zum Weiterspielen zu motivieren. Im Laufe des Spiel treffen wir nicht nur auf Standardgegner, sondern viele verschiedene Zombie-Arten inklusive vielen schwer bewaffneten Minibossen oder sogar etwas schrägen Gegnern, wie beispielsweise einen Zombiepanzer oder einen Riesenzombie mit einer Kreissäge. Unterschiedliche Missionsziele lockern den auf Kills getriebenen Spielablauf außerdem etwas auf. So müssen wir bestimmte Punkte verteidigen, Benzin für unser Boot suchen, verschiedene Schalter betätigen oder Sprengstoff sammeln und befestigen. Auch das Waffenarsenal lässt kaum Wünsche offen. Neben Pistolen, Schrotflinten, Scharfschützengewehren oder Maschinengewehren können in den Levels auch speziellere Waffen wie Flammenwerfer, Raketenwerfer, MG-Geschütze oder sogar Sägen benutzt werden. Zusätzlich können wir aber auch auf eine Vielzahl an Granaten und Minen zurückgreifen oder in den Levels verteilte Fallen aktivieren. Manche Fallen locken die Gegner an und jagen sie anschließend in die Luft, andere ziehen die Gegner in Rotorblätter, während Schockfallen die Zombies mit Elekroschocks erledigen. Sehr nützlich, um den Kombozähler zu erhöhen und Munition zu sparen!

Für die gewisse Motivation sorgt ein sehr packendes Level- und Upgradesystem. Die vier spielbaren Charaktere im Spiel, die sich spielerisch nicht spürbar voneinander unterscheiden, steigen mithilfe der im Spiel gesammelten Punkte im Level auf und können dadurch neue Perks sammeln oder mit Upgrade-Kits das Waffenarsenal verbessern. So kann man beispielsweise die Munitionskapazität des Gewehrs steigern, den Schaden der Pistole erhöhen oder das Maschinengewehr mit einem Sprengschuss versehen. Die Perks werden durch vorgegebene Stufen freigeschaltet, können aber durch das Erreichen von vorgegebenen Zielen immer weiter verbessert werden. So können wir beispielsweise die Energie unseres Charakters erhöhen, den Kombozähler länger in die Höhe halten oder die Munitionskapazität bestimmter Waffenarten zusätzlich erhöhen. 

Überraschend abwechslungsreich zeigt sich das Spiel auch bei der Auswahl an Schauplätzen. Auch wenn der Großteil des Spiels in Italien angesiedelt ist, wurde hier für jede Menge Variation gesorgt. Wir starten an einem Bahnhof in Mailand, kämpfen uns später durch das von Zombies verseuchte Venedig, besuchen einen Zoo in Kroatien oder ballern uns durch das schöne, von Lavaströme nur so strotzende Neapel oder besuchen natürlich auch das gute alte Rom. Die Areale sind allesamt zwar sehr linear und schlauchig aufgebaut, laden abseits des Hauptpfades aber dennoch zum Erkunden ein, weil allerlei versteckte Items, Power-Ups und Upgradekits gefunden werden können. Die Spielzeit der Kampagne beläuft sich mit seinen neun Kapiteln auf insgesamt rund zehn Stunden. Verschiedene Schwierigkeitsgrade sowie die versteckten Items und das Aufleveln des eigenen Charakters motivieren aber zu weiteren Durchgängen. Zudem steht auch ein klassischer Horde-Modus zur Verfügung, welcher aber leider nur mit vier unterschiedlichen Maps daher kommt. Einen lokalen Mehrspieler-Modus gibt es übrigens nicht, der Vier-Spieler-Koop steht sowohl in der Kampagne als auch im Horde-Modus nur online zur Verfügung. Wer von dem Spiel einfach nicht genug bekommen kann, darf gerne zu den etwas aufdringlich beworbenen Ingame-Käufen greifen. Hier kann man sich bestimmte Waffenskins, Charaktere oder sogar Waffen kaufen und hat zumindest mit letzteren einen gewissen Vorteil. 

Rein technisch liefern Rebellion mit Zombie Army 4 sicherlich ihr bislang bestes Werk ab. Das Spiel bietet eine hohe Texturqualität, eine sehr stabile Framerate sowie sehr schicke Licht- und Schatteneffekte. Im Soundbereich kann das Spiel zudem mit sehr stimmigen Waffensounds punkten. Absoluter Hingucker des Spiels ist jedoch die tolle B-Movie-Atmosphäre, die das Spiel jederzeit ausstrahlt. Die Gore-Effekte sind natürlich ganz bewusst übertrieben und die Kill Cam in Zeitlupe ist auch wieder mit von der Partie. Übrigens: Das Spiel erscheint hierzulande komplett ungeschnitten. Einziges Manko: Auf eine deutsche Synchronisation wurde komplett verzichtet.

Fazit:
Rebellion liefern mit Zombie Army 4: Dead War wieder Mal einen sehr spaßigen Zombie-Shooter ab, der durch seine abwechslungsreichen Schauplätze, ein motivierendes Level- und Upgradesystem sowie seine charmante B-Movie-Atmosphäre zu überzeugen weiß. Auch wenn das Spiel problemlos alleine gespielt werden kann, sollte man sich jedoch bewusst sein, dass der Titel erst im Koop sein volles Potential entfaltet. Wer also bereits gerne die Left 4 Dead-Reihe oder kürzlich World War Z gespielt hat, wird hiermit jede Menge Freude haben.

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