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Im Test: Undermine (Switch, PC, One)

Im vergangenen Jahr veröffentlichte Thorium mit dem Roguelike-Abenteuer Undermine eine interessante Mischung aus den 2D-Zeldas, The Binding of Isaac und Rogue Legacy. Kürzlich ist hierzu nun auch die Switch-Version erschienen, welche wir im nachfolgenden Test etwas genauer unter die Lupe nehmen.

In Undermine erhalten wir von dem mächtigen Erzmagier Arkanos die Aufgabe, als einfacher Minenarbeiter einen gefährlichen Dungeon zu erkunden, um die Ursache für Explosionen und dem Verschwinden wichtiger Verbündeter aufzuklären.

Auf den ersten Blick erinnert Undermine stark an die alten Zelda-Teile. Wir erkunden Dungeons aus der Vogelperspektive, kämpfen gegen verschiedene Gegner (oder später auch mächtige Bosse), öffnen mit gefunden Schlüsseln wertvolle Schatztruhen und Türen oder bahnen uns mithilfe von Bomben den Weg zu geheimen Räumen und Pfaden. Der große Unterschied zu Zelda: Die Dungeons sind zufällig generiert und hierbei handelt es sich um ein Roguelike. Mit jedem Spieltod müssen wir also in der Rolle eines anderen, zufälligen Minenarbeiters von vorne beginnen.

Das Belohnungssystem von Undermine zählt zu den größten Stärken des Spiels. Hier hat man nämlich wirklich nach so gut wie jedem Spieldurchgang das Gefühl, als hätte man etwas Neues freigeschaltet, verbessert oder entdeckt. Ein Teil unseres gesammelten Golds bleibt uns nach dem Ableben nämlich erhalten und kann sogar in den nächsten Durchgang mitgenommen werden. Mit dem Gold können wir unsere Spitzhacke, Verteidigung, Wurfschaden verstärken oder dafür sorgen, dass wir weniger Geld bei unserem Tod verlieren. Beim Schmied können wir mit den gesammelten Blaupausen immer weitere Relikte freischalten, die uns mit unterschiedlichen Eigenschaften verstärken und überhaupt treffen wir in den Dungeons immer wieder Verbündete an, die uns nach ihrer Befreiung an der Oberfläche tatkräftig unterstützen. Es können auch Abkürzungen freigeschaltet werden, um spätere Areale schneller erreichen zu können und die packenden Bosskämpfe müssen glücklicherweise auch nicht wiederholt werden. Bitte nicht falsch verstehen, Undermine ist natürlich immer noch ein sehr anspruchsvolles Spiel, welches zahlreiche Tode bis zum Durchspielen von uns verlangt, aber es belohnt den Spieler viel mehr, als es andere Roguelikes tun. In dieser Hinsicht erinnert Undermine stark an den Klassiker Rogue Legacy.

Insgesamt ist es natürlich stark vom Skill und dem Glück im jeweiligen Durchgang abhängig, aber es sind schon über 20 Stunden und an die hundert Tode erforderlich, bis man alle sieben Bosse bezwungen und das Spiel beendet hat. Wer alles im Spiel entdecken will, kann sogar doppelt so viele Stunden einplanen. Für die geforderten 14,99 Euro wird also jede Menge Content geboten.

In puncto Optik setzt Undermine auf einen sehr detailverliebten 32bit-Retrostil, der einfach perfekt zum Spielgeschehen passt. Auch der Humor kommt im Spiel definitiv nicht zu kurz und wird vor allem in den Dialogen deutlich. Abgerundet wird die charmante Präsentation von einem Soundtrack, der angenehm im Hintergrund agiert, gleichzeitig aber auch die Abenteuerlust in uns weckt.

Fazit:
Mit Spielen wie Hades, Dead Cells, Spelunky 2 oder Darkest Dungeon ist das Genre zwar schon sehr hochwertig und prominent vertreten, dennoch muss sich Undermine von diesen namhaften Vertretern nicht verstecken! Es bietet neben der charmanten Optik, den abwechslungsreichen Dungeons und der sehr interessanten Ansammlung an Items eben vor allem ein grandioses Belohnungssystem, welches vielleicht sogar diejenigen ansprechen könnte, denen das Genre ansonsten zu hart und erbarmungslos ist. 

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