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Im Test: Somerville (PC, XBOX)

Inside und Limbo zählen noch heute zum Besten, was die Indie-Szene hervorgebracht hat. Ehemalige Mitarbeiter des dafür zuständigen Entwicklerstudios Playdead haben nun mit Somerville einen Titel der ähnlichen Machart veröffentlicht. Ob das Sci-Fi-Drama an die beiden genannten Klassiker anknüpfen kann, zeigt unser Test.

In der postapokalyptischen Welt von Somerville wird die Erde von einer Art Alieninvasion bedroht. Wir schlüpfen dabei in die Rolle eines Familienvaters und werden Zeuge dieses mystischen Unglücks. Unglücklicherweise werden wir dabei von unserer Familie getrennt und machen es uns daher in Somerville zur Aufgabe, diese wiederzufinden.

Spielerisch orientiert sich Somerville wie eingangs geschrieben an den beiden Indie-Hits Inside und Limbo sowie Klassikern wie Flashback oder Another World. In dem Mix aus Walking Sim und Puzzle-Abenteuer bewegen wir uns in traditioneller Planformer-Manier durch die postapokalyptischen Kulissen, fliehen vor der Alien-Bedrohung und müssen hin und wieder spaßige Rätsel lösen. Mithilfe des Lichts müssen wir hier beispielsweise Blöcke auflösen oder verhärten, um die Rätsel zu lösen. Schade nur, dass der Puzzle-Anteil insgesamt recht gering ausgefallen ist. Hiervon hätte ich gerne mehr gesehen!

Überhaupt erreicht Somerville insgesamt leider nie die Qualität der Genre-Größen, was im Grunde nicht an größeren Kritikpunkten, sondern dem Zusammenbund vieler einzelner Mankos liegt. So wird die Handlung leider viel zu kryptisch erzählt, die Checkpoints sind nicht immer fair verteilt und  die Charaktere im Spiel bleiben blass. Die fixe Kameraführung verliert oft den nötigen Überblick, während sich die Steuerung oft merkwürdig anfühlt. Das Lauftempo unseres Protagonisten ist beispielsweise von Szene für Szene unterschiedlich, was mich beim Spielen ziemlich gestört hat.

Leider handelt es sich bei Somerville auch nicht gerade um ein umfangreiches Spielerlebnis. Die Spielzeit beläuft sich auf vier bis fünf Stunden, wodurch der Preis von ca. 25 Euro ziemlich hoch erscheint. Auch die verschiedenen Enden, die für etwas Wiederspielwert sorgen, ändern an dieser Tatsache wenig. XBOX-Gamepass-User können sich immerhin das Geld sparen, weil Somerville hier kostenlos enthalten ist.

Was die gesamte Präsentation das Spiels betrifft, gibt es hier bei Somerville vermutlich am wenigsten zu meckern. So begeistert das Spiel etwa mit einem minimalistischen Grafikstil, wunderschönen und abwechslungsreichen Kulissen sowie einer allgemein sehr intensiven Atmosphäre. Letztere hängt dabei auch mit der tollen Soundkulisse zusammen. Beeindruckend ist auch, dass Somerville ohne Sprache daher kommt und die Geschichte ausschließlich durch die stimmige Präsentation erzählt. Da sieht man gerne auch über vereinzelte Performance-Probleme sowie einige technische Patzer hinweg.

Fazit
Letzten Endes gelingt es Somerville leider nicht, qualitativ an Inside oder Limbo anzuknüpfen. Die viel zu geheimnisvolle und kryptisch erzählte Handlung, die teilweise störende Kameraführung und Steuerung sowie viele kleinere Ungereimtheiten rauben dem Titel den Hit-Status. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass Genre-Fans hier dank der tollen Atmosphäre und der allgemein sehr hochwertigen Präsentation durchaus auf Ihre Kosten kommen können. Durch die geringe Spielzeit lässt sich Somerviller auch wunderbar zwischen den Blockbustern einschieben.

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