Im Test: Zombie Vikings (PS4)

Die Jungs und Mädels von Zoink wollen uns beweisen, dass sie nicht nur Puzzle-Plattformer können und lassen ihren blödsinnigen Humor im Coop-Sidescroller Zombie Vikings auf uns los. Lest in unserem Test nach, ob sich der Kauf bei Steam oder im PSN für dieses abgefahrene Abenteuer lohnt!

Wer ‚Stick It To The Man‘ von denselben Machern gespielt hat, weiß was ihn auf Seiten der Story erwarten kann. Der renommierte Drehbuch- und Comicautor Zach Weiner tobt sich hier wieder kreativ aus und liefert uns ein schräges Szenario, das immer wieder den Weg zum Zwerchfell findet. Die nordische Gottheit Odin arbeitet an seinem neuen Kriegsstab als plötzlich Loki auftaucht und ihm sein einziges verbliebenes Auge herausreißt. Und was macht man um Loki aufzuspüren und zu bezwingen, wenn Thor und seine Kumpels alle zu betrunken sind? Man belebt vier tote Wikingerhelden wieder und schickt sie auf diese wichtige Mission.

Optisch erinnert uns Zombie Vikings gleich an den vorangegangenen Puzzler des Studios. In liebevoll gestalteten 2,5D-Levels bestreiten wir allein oder mit bis zu drei Freunden die Suche nach Loki und Odins Auge. Wir schnetzeln uns durch die Unterwelt, skandinavische Dörfer und mysteriöse Höhlen. Abwechslung wird bei den rund 30 Levels groß geschrieben.

Aber auch das Gameplay hält die Motivation oben. Jeder der verrückten Wikingerzombies hat eigene Spezialangriffe und kann individuell mit freischaltbaren Waffen und Runen ausgestattet werden. Kotzt euch durch aasfressende Wurmhorden, spannt euren Bizeps an und bringt ihn und eure Widersacher zum Platzen oder haut in alter Wikingermanier einfach mit dem Schwert alles kurz und klein. Die Gegner warten allerdings auch mit verschiedenen Angriffen und Bewegungsmustern auf, die immer wieder ein Umdenken erfordern. Bei regelmäßigen Bosskämpfen wird euch dann alles an koordinativem Geschick abverlangt. Zur Entspannung dürfen dann während der Reise kleinere Rätsel und Sprungpassagen gemeistert werden. Dabei nehmen sich die verwesenden Helden unter anderem auf die Schulter um an schwer erreichbare Stellen zu kommen.

Leider wurde das Spiel in einem technisch desolaten Zustand ausgeliefert. Wirklich flüssig wollte das Spiel nie laufen, Tearing zerriss das Bild, Animationen liefen nicht korrekt ab und Abstürze und Spielfehler raubten den letzten Nerv. Zum Glück wandten sich die Entwickler den Fehlern schnell zu und beseitigen sie mittlerweile zum größten Teil. Die Patches sind also Grundvoraussetzung für den angehenden Spielspaß.

Eine weitere Voraussetzung sind Freunde, die sich online oder auf der Couch in der Gruppe gegen die fiesen Angreifer stellen wollen. Denn auch wenn Zombie Vikings sich alleine gut spielen lässt, ist es für lustige Abende zu viert ausgelegt. Zwar kann man online nach fremden Mitspielern suchen, viel ist dort allerdings nicht los. Beim Matchmaking herrscht oftmals tote Hose.

Hat man nach etwa zehn Stunden das Ende gesehen, stehen noch ein Arena-Modus und Nebenaufgaben für die einzelnen Levels bereit. Sammler suchen sich noch genug Gold für alle Ausrüstungsgegenstände zusammen.

Fazit:
Den Start hat sich Zombie Vikings dank zahlreicher Bugs und instabiler Framerate leider verbockt. Dank aktueller Patches steht dem wilden Abenteuer der untoten Wikinger nichts mehr im Wege. Wer auf verdrehten, blödsinnigen Humor steht, sollte sich noch ein bis drei Freunde zusammensuchen und hier zugreifen. Skål!

(getestet von eape)