Im Test: Lovers in a Dangerous Spacetime (PS4, Steam, XBOX One)

Muss es denn immer brutal und blutig sein? Die Entwickler von Asteroid Base schicken euch in ein rosarotes Raumschiff um zu zweit die nahende Bedrohung, die Anti-Liebe, zu beseitigen und dabei süße Häschen zu retten. Auf PC, PS4 und Xbox One könnt ihr bei diesem Couch-Coop-Twin-Stick-Shooter etwas Liebe verbreiten. Ob wir ein Herz für das überfreundliche Game haben, erfahrt ihr im Test zu Lovers in a Dangerous Spacetime.

Alles war so schön, doch dann bricht plötzlich das herzförmige Mutterschiff in zwei Teile und wir müssen das Universum retten. Vor der Invasion der Anti-Liebe. So ungefähr die Story von Lovers in A Dangerous Spacetime. Letztendlich landen wir in einem kreisrunden Raumschiff, bestückt mit Waffen und Gadgets und schießen uns auf der Suche nach Weltraumhäschen durch die Galaxis.

Die Besonderheit bei dieser Mission ist das Schiff, das sich nur zu zweit effizient bedienen lässt. Die Steuerungskonsolen sind nämlich kreuz und quer auf dem Deck verteilt. Zentral finden wir die Konsole für den Antrieb, mit dem wir das Schiff bewegen. Vier Geschütztürme bilden unsere Offensive in alle vier Himmelsrichtungen und die Defensive ein flexibler Laserschild. Damit es nicht zu einfach wird, kommen noch mit der Zeit weitere Waffen und Verteidigungsoptionen hinzu, die sich mit Edelsteinen aufrüsten lassen.

Das hört sich chaotisch an? Das ist es auch. Kaum greifen die ersten Monster an, muss der Pilot zum Geschützturm rennen, da das Schiff von zwei Seiten attackiert wird. Aber da kommen noch Raketen auf uns zu, die vom Schild abgewehrt werden müssen! Und die Gravitation eines Asteroiden zieht uns ins Verderben! Hier geht es um schnelle Absprachen und Koordination im Team. Das Spiel ist für zwei Spieler auf der heimischen Couch ausgelegt und dort kennt die Freude keine Grenzen. Das hektische Gameplay sorgt für viele gemeinsame Lacher.

Alleine hingegen wird es schnell dröge. Ein tierischer Kamerad wird dann von der KI gesteuert, wobei ihr ihm in einem Befehlsmenü die richtige Position zuweisen müsst. Zum Glück wird dann die Zeit verlangsamt und der computergesteuerte Partner erledigt seine Arbeit meist zur Zufriedenheit. Trotzdem ist das nur eine Notlösung und kann in einigen Situationen zu Frust führen. Einen Online-Modus für kooperatives Spielen gibt es leider nicht.

Damit jeder seinen Spaß hat, sind viele unterschiedliche Schwierigkeitsstufen verfügbar. Ob solo, mit Kind oder einem alteingesessenen Zocker, hier sollte jedes Duo die passende Option für die bunte Reise finden.

Immer wieder lässt sich Lovers in A Dangerous Spacetime frische Ideen einfallen. Ihr weicht Asteroiden aus, schwingt euch von Umlaufbahn zu Umlaufbahn, reist durch träge Unterwasserwelten und besiegt natürlich mächtige Bosse. Langweilig wird es in den ca. fünf Stunden nie. Unterschiedliche Schiffe und Gadgets steigern den Wiederspielwert und laden dazu ein, mit verschiedenen Freunden den Weltraum zu erkunden.

Fazit:
Hinter Lovers In A Dangerous Spacetime versteckt sich ein kniffliger wie knuffiger Coop-Weltraumshooter. Kooperation wird hier großgeschrieben. Deswegen sollten sich Solo-Spieler den Kauf gut überlegen. Wirklich entfalten kann sich das Spiel nur mit einem guten Freund auf der Couch. Dann sind dem Spaß bei diesem hektischen und herzlichen Abenteuer auch ohne rosarote Brille keine Grenzen gesetzt.

(getestet von eape)