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Im Test: Killing Floor 2 (PS4, PC)

Mit Killing Floor beweis das Entwicklerstudio Tripwire Interactive im Jahr 2009, dass das Horde-Prinzip durchaus auch als eigenständiges Spiel funktionieren kann. 2014 wurde dann die Fortsetzung angekündigt, die 2015 als Early Access-Version auf Steam an den Start gegangen ist. Nun feiert die Fortsetzung ihre Fertigstellung und erscheint zudem auch erstmals auf der Playstation 4 (Pro). In unserem Test verraten wir euch, wieso es sich hierbei um eines der besten Multiplayer-Spiele des Jahres handelt!

Eines gleich vorweg: Killing Floor 2 ist absolut kein Spiel für Solisten! Es bietet weder eine richtige Story, noch einen entsprechenden Kampagnen-Modus. Stattdessen kann man in einer Art Übungsmodus das Spielprinzip alleine gegen die KI üben. Da das Spiel aber von seinem Teamplay lebt (und auch damit fällt), kommt alleine nur wenig Spielspaß auf. Daher sollte man auch direkt ins Online-Geschehen einsteigen, um Killing Floor 2 im vollen Umfang genießen zu können.

Das Spielprinzip von Killing Floor 2 ist ziemlich schnell erklärt: Wir kämpfen in einem Team bestehend aus sechs Spielern gegen vier, sieben oder zehn Gegnerwellen und müssen uns dann am Ende einem richtig schwierigen und packenden Bosskampf stellen, um die Partie zu gewinnen. Nach jeder erfolgreich überstandenen Welle bekommen wir dabei die Möglichkeit, unsere Vorräte (Energie, Schild, Granaten, Waffen) mit der verdienten Kohle aufzufrischen bzw. zu verbessern. Neben dieser Spieler-gegen-KI-Variante gibt es aber auch zusätzlich noch eine Spieler-gegen-Spieler-Variante, in der das andere Team in die Rolle der ZEDs schlüpft, ähnlich wie man es von der Left 4 Dead-Reihe kennt. Die kooperative Variante ist allerdings mit Abstand die beliebteste und hat mir persönlich auch mehr Spaß bereitet.

Killing Floor 2 bietet zwar ein ziemlich simples Spielprinzip, setzt dieses aber nahezu makellos um, wodurch einfach eine sehr runde Sache resultiert. Besonders hervorheben sollte man das Gunplay, welches sich sehr wuchtig anfühlt, ein befriedigendes Trefferfeedback liefert und mit Zeitlupensequenzen auch noch cool in Szene gesetzt wird. Das umfangreiche Waffenarsenal, welches neben klassischen Waffen auch etwas ausgefallenere Waffen (z.B. Sägeblattwerfer oder Vorschlaghammer) enthält, kommt dem Ganzen natürlich zugute. Für mehr Spieltiefe sorgt zudem ein sehr motivierendes Klassensystem. Im Spiel kann man sich für verschiedene Klassen entscheiden und durch Levelaufsteige neue Fähigkeiten und eine bessere Startausrüstung freischalten. Der Berserker spezialisiert sich zum Beispiel auf den Nahkampf, der Scharfschütze agiert aus der Entfernung und der Medic muss natürlich stets seine Teamkameraden heilen. Im Spiel sind alle Waffen einer bestimmten Klasse zugewiesen worden. Wenn man beispielsweise als Medic die Waffen eines Scharfschützen verwendet, erhält auch die Scharfschützenklasse Erfahrungspunkte, was ziemlich praktisch ist, schließlich kann man somit gleich mehrere Klassen pro Match aufleveln.

Technisch präsentiert sich das Spiel absolut sauber. Die Levels sind sehr abwechslungsreich und stimmig umgesetzt worden, das Design der Gegner ist klasse und die Framerate geht selbst bei hohem Gegneraufkommen nicht in die Knie. Zudem trägt der hohe Gore-Faktor einiges zur tollen Splatter- und Horror-Atmosphäre bei. Egal ob auf dem PC, der Playstation 4 oder der Playstation 4 Pro: Killing Floor 2 sieht richtig gut aus! Auf dem PC bzw. der PS4 Pro aber noch deutlich besser, da man hier nicht nur auf eine 4K-Auflösung und eine noch stabilere Framerate, sondern auch noch hochauflösendere Texturen und bessere Effekte zurückgreifen kann. Musikalisch wird das Spielgeschehen stets von einem ziemlich rockigen Soundtrack begleitet, der wahlweise mit oder ohne Gesang gehört werden kann und einfach super zu dem actionreichen und blutigen Gameplay passt.

Fazit:
Seit Left 4 Dead 2 hatte ich nicht mehr so viel Spaß mit einem Zombie-Koop-Shooter! Killing Floor 2 bietet ein sehr simples Spielprinzip, setzt dieses aber mit einem herausragenden Gunplay, abwechslungsreichen Maps, einem motivierenden Klassen-System und einem umfangreichen Waffenarsenal hervorragend um. Abgerundet wird das Ganze von einer guten Technik, die speziell auf dem PC und der PS4 Pro ihr volles Potenzial entfaltet. Lediglich die geringe Auswahl an Gegnertypen, Bossgegnern und Spielmodi sind zu beanstanden. Das kann sich allerdings mit kommenden Content-Updates schnell ändern. 

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