Im Test: F1 2017 (PC, PS4, XBOX One)

Codemasters lieferte bereits mit F1 2016 ein grandioses Formel 1-Spiel ab. Wieso man bei F1 2017 aber sogar noch eine Schippe drauflegen konnte, möchte wir euch in unserem Testbericht verraten!

F1 2017 ist das offizielle Spiel zur FIA Formel 1 Weltmeisterschaft 2017 und enthält demnach natürlich auch alle Strecken, Teams und Fahrer aus der aktuellen Saison. Auch die Regeländerungen zur neuen Saison wurden berücksichtigt und wirken sich spürbar auf das Fahrgefühl der Rennboliden aus.

Der Karriere-Modus ist das Herzstück von F1 2017 und wurde gegenüber den Vorgängerteilen massiv erweitert und verbessert. Wir erstellen uns einen eigenen Fahrer, treten einem gewünschten Team bei, messen uns mit unserem Teamkollegen und kämpfen im Idealfall um die Weltmeisterschaft. Ähnlich wie in einem Rollenspiel gibt es hier nun eine Art Skillbaum, bei dem man Punkte in Verbesserungen für den Wagen investieren kann. Davon profitieren dann nicht nur wir, sondern das gesamte Team. Wichtig ist aber, dass man eben nicht nur an Qualifyings und Rennen, sondern auch den Trainings-Sessions teilnimmt und dort gute Ergebnisse erzielt, um möglichst viele Punkte für den Skillbaum zu erhalten. Aufgelockert wird der Karriere-Modus mit Zwischensequenzen, in denen wir uns mit unserem Berater, Renningenieur oder Teamchef unterhalten. Außerdem nehmen wir zwischen den Rennen auch an so genannten Einladeevents teil und dürfen historische Formel 1-Wagen auf verschiedenen Streckenausführungen namhafter Rennstrecken fahren. Eine ziemlich coole Sache, denn wer möchte nicht mal die Weltmeisterwagen von Ayrton Senna, Damon Hill, Michael Schumacher oder Fernando Alonso fahren? All diese historischen Fahrzeuge können aber natürlich auch in den Standardrennmodi wie Einzelrennen, Zeitrennen oder Meisterschaft benutzt werden.

F1 2017 richtet sich sowohl an Anfänger als auch Experten. Einsteiger können den Schwierigkeitsgrad nach unten schrauben, die Fahrhilfen aktivieren und somit ein eher arcadelastiges Fahrgefühl genießen, während Experten auf sämtliche Hilfen verzichten und sich in den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten austoben können. Faktoren, wie das Treibstoffmanagement, die richtige Reifenwahl oder andere Änderungen am Setup können auf Wunsch eine große Rolle spielen.

Auch wenn der Karriere-Modus einen problemlos über Wochen hin beschäftigen kann, möchte man sich natürlich auch online mit anderen Spielern messen. Im Online-Modus ist dies sowohl privat mit Freunden als auch öffentlich mit fremden Mitspielern in allen möglichen Rennvarianten kein Problem. Einen lokalen Mehrspieler-Modus gibt es leider nicht.

Wenn man F1 2017 etwas ankreiden kann, dann ist das die Tatsache, dass sich optisch im Vergleich zum Vorgänger nicht allzu viel geändert hat. Aufwirbelnde Partikel, einige neue Details abseits der Strecke oder die verbesserte Menüstruktur sind zwar nett, machen aber keinen großen Unterschied aus. Allerdings muss man auch sagen, dass das Spiel nach wie vor gut aussieht und mit toll modellierten Fahrzeugen, detailreichen Strecken und den bekannten Gesichtern aus dem Formel 1-Zirkus punkten kann. Die Motorensounds und die deutsche Sprachausgabe sind ebenfalls auf einem sehr hohen Niveau.

Fazit:
Codemasters ist es tatsächlich gelungen, den ohnehin schon tollen Vorgänger mit sinnvollen Änderungen zu verbessern und mit F1 2017 eines der besten F1-Spiele aller Zeiten abzuliefern. Die erweiterte Karriere lässt die Herzen aller Rennsportfreunde ebenso höher schlagen, wie die historischen Events und das fantastische Fahrgefühl. Durch die unzähligen Fahrhilfen und Einstellungsmöglichkeiten richtet sich F1 2017 zudem sowohl an Anfänger als auch Experten. Einzig deutliche grafische Verbesserungen wären noch wünschenswert gewesen. Das sollte man unbedingt im nächsten Jahr angehen!

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