GC-Vorschau: Battleborn

Auf der GamesCom hatte 2K wieder einiges zu zeigen und darunter das neueste Spiel der Borderlands-Macher namens Battleborn. Auf den ersten Blick erinnert vieles an den Coop-Shooter und das nicht nur dank dem Cellshading Look, der wieder wie aus einem Guss ist. Sondern auch am Charakterdesign merkt man viele Spuren von Borderlands und das ist definitiv nichts Schlechtes.

In Battleborn wird man ein dickes Spielepaket bekommen, denn neben den 25 Charakteren, die alle ihre eigene Geschichte haben, wird es nicht nur eine Singleplayer-Kampagne geben, die ihr natürlich im Coop durchspielen könnt, sondern auch einen Multiplayer in dem ihr kooperativ Missionen erledigt oder euch im PVP gegenseitig eure Skills um die Ohren haut.

Wie die 25 Charaktere in die Story-Kampagne eingeflochten werden ist aktuell noch unbekannt, aber man kann davon ausgehen, dass es ähnlich wie in Borderlands sein wird.

Natürlich durften wir auch mal selbst Hand an den kooperativen Multiplayer legen und haben uns eine komplette Mission inklusive Bosskämpfe angeschaut. Nach der Charakterauswahl, wobei ein Charakter niemals doppelt gewählt werden kann, geht es auch direkt Los. Das Spielgefühl ist wirklich sehr gelungen und so metzeln wir uns mit unseren Kameraden durch etliche Gegnermassen um eine Festung zu infiltrieren, jedoch nicht auf die leise Art und Weise.

Nach den ersten Gegnermassen wartet auch bereits der erste Level Up auf uns. Dabei haben wir eine Auswahl zwischen zwei Fertigkeiten, die bei unserem Charakter entweder für mehr Pfeile mit einem Schuss sorgt oder unsere Pfeile direkt mehrere Gegner treffen lässt. Die Auswahl der neuen Fertigkeit können wir dabei während des Kampfs vornehmen und bleiben so nicht auf einem Punkt stehen bis wir uns entschieden haben. Einfach Q oder E drücken und schon wird die neue Fertigkeit ausgewählt. Natürlich wird es je nach Charakter unterschiedliche Fertigkeiten geben.

Nachdem wir die Festung infiltriert haben wartet auch schon der erste Bossgegner auf uns. Der erste Mitstreiter achtet dabei nicht auf seine Deckung und durch ein kleines Symbol wird uns deutlich gemacht, dass er unsere Hilfe braucht um wieder auf die Beine zu kommen. Wir eilen also zur Hilfe und beleben ihn kurzerhand wieder, während die restlichen Teammitglieder weiterhin den Bossgegner ihre Skills demonstrieren.

Der Bossgegner ist erledigt und wir bekommen die Aufgabe eine KI zu begleiten und vor anstürmenden Gegnern zu beschützen. Nichts leichter als das! Unseren Begleiter können wir dank einiger Punkte, die wir während des Kampfes einsammeln, auch upgraden, denn ein stumpfsinniger Begleiter, der sich nicht wehren kann, ist er nicht. Am Ziel angekommen, wo wir uns in Sicherheit wähnen, stürzt sich direkt der nächste Bossgegner auf uns und er kommt nicht allein, sondern ruft stetig neue Verbündete zu sich. Gut, dass wir in der Festung, einige Geschütze entdeckt haben, die wir mit unseren Punkten kaufen und anschließend verstärken können. Eine großartige Hilfe um die schwächeren Gegner aufzuhalten und wir uns mit unserer Gruppe auf den Bossgegner konzentrieren können.

Einige Luftsprünge und etlichen verschossenen Pfeile später haben wir endlich den Bossgegner besiegt! Nun, nur noch den Begleiter zum letzten Checkpoint bringen und dann… Tja, da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn während wir unseren Begleiter zum Tor bringen wird dieses aufgesprengt und ein riesengroßer Bossgegner stürmt heraus. Wir machen uns geistig schon auf den nächsten Kampf bereit, jedoch wird hier schonungslos der Cut gesetzt und die anspielbare Demo ist zu Ende.

Wir bleiben allesamt sitzen und warten darauf, dass es weitergeht und wir erneut mit unserem Charakter durch die Welt ziehen und Gegnermassen ihrem Ende zuführen können, doch wir warten vergebens. Die Demo ist beendet und wir werden gebeten Platz für die nächste Gruppe zu machen.

Es spricht schon sehr für Battleborn, wenn wir nicht loslassen wollen und direkt der nächsten Runde entgegenfiebern. Doch so schön auch der kooperative Multiplayer war, so bleiben einige Fragen offen. Zwar wird man sich keine großen Sorgen um die Story oder den Coop-Modus an sich machen müssen, aber PVP ist gerade bei einer 25 starken Charakterauswahl eine Sache, die auch ordentlich schiefgehen kann, wenn das Balancing miserabel ist. Denkt man an Borderlands, dann weiß man, dass dort nicht alles perfekt ausbalanciert ist.

Bis zum Release am 9.Februar 2016 ist natürlich noch einige Zeit hin und wir hoffen, dass ein Schwerpunkt der nächsten Monate das Balancing sein wird und man hoffentlich auch bald mal einen Blick auf den PVP Modus werfen kann. Bis dahin hinterlässt Battleborn einen sehr guten Eindruck und der Drang, die nächste Coop-Mission zu spielen.

(geschrieben von Michael Brix)