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Im Test: Another World 20th Anniversary Edition – Zurück in eine andere Welt

22 Jahre nach dem Release des Originals, kommt die remasterte Version des Kultklassikers Another World, welcher zurecht als eines von 14 Spielen im Museum of Modern Art ausgestellt ist, zwei Jahre nach der iOS-Version nun auch für PC und Mac heraus. Ob es sich in diesem Fall auch rechtfertigt, denn zwanzigsten Geburtstag ein zweites Mal zu feiern, erfahrt ihr in unserem Test.

Ein Pionier des Genres
Mit Another World halte ich hier ohne Zweifel ein Stück Spielegeschichte in meinen Händen. Als die Geschichte des rothaarigen Physikers Lester Knight Chaykin 1991 das erste Mal für den Amiga veröffentlicht worden war, vermochten die einzigartige 2D-Vectorgrafik und die Rotoscope-Animationen den Spielern wahrlich das Gefühl zu vermitteln, in einer anderen Welt zu sein.

Nachdem ein Teilchenbeschleuniger-Experiment des jungen Forschers schief geht, verschlägt es diesen auf einen außerirdischen Planeten voller gefährlicher Monster, todbringender Fallen und fortschrittlichen Technologien. Doch nur kurz ist Lester auf sich alleine gestellt, denn ein Gefängnisausbruch schweißt den Erdenbewohner mit einem außerirdischen Mitgefangenen eng zusammen. Gemeinsam wagen die ungleichen Freunde die Flucht…

Sie sind gestorben, schon wieder…
Another World kann wie eh und je auch in Belangen des Schwierigkeitsgerades behaupten, von einer anderen Welt“ zu sein. Zwar bietet die Anniversary-Edition drei Schwierigkeitsgerade zur Auswahl an, aber schon der mittlere, welchem dem Original entspricht, kann einige der Rätsel zu einer wahren Geduldsprobe machen. Früher waren die Spieler eben noch von einem anderen Kaliber. Vom Gameplay her gilt es, von einem Screen des Bildes in den nächsten zu gelangen und so möglichst einen Weg zu finden, das Gefängnis, in welchem Lester kurz nach Spielbeginn landet wieder zu verlassen und gleichwohl einen Weg nach Hause, also auf die Erde, zurückzufinden.

Mit Hilfe eines geborgten Laserblasters, welcher insbesondere im späteren Spielverlauf in heftigen Feuergefechten zum Einsatz kommen wird, müssen wir uns dabei Hindernissen entledigen, Barrieren generieren oder einfach nur den Feuerbutton betätigen. Die Steuerung ist dabei mehr als simpel gehalten und kommt mit maximal 5 Tasten aus, alternativ kann ein Gamepad verwendet werden.

Surrealismus pur
Grafisch ist das Spiel auch heute noch eine Augenweide und hat wirklich nichts von seinem früheren Scharme verloren. Wer diesen Scharme 1 zu 1 wiederherstellen will, kann das Spiel auch in der 16-Farben-Version von 1991 spielen, welche bequem durch einen Tastendruck umgeschaltet werden kann. Alle anderen kommen stattdessen in den Genuss geglätteter und schärferer Polygone als auch überarbeiteter, surrealistischer Hintergrundbilder.

Wie auch bei der Optik, lässt sich ebenfalls beim Sound des Spiels zwischen klassischer und neueingespielter Komposition auswählen. Für letztere war abermals Jean Francois Freitas verantwortlich, welcher bereits das Original zu seinem außerirdischen Leben verholfen hatte.

Die Anniversary-Edition beinhaltet des Weiteren erstmals auch eine Mac-Version des Spiels, die als Hybrid-Version zusammen mit der PC-Version erscheint. Ein Making-Of-Video und ein Entwicklertagebuch mit Kommentaren und Design-Skizzen runden die Extras ab.

Fazit
Über 20 Jahre nach der Veröffentlichung des Originals, kann Another World auch heute noch durch seine einzigartige Ästhetik überzeugen. Der knackige Schwierigkeitsgrad, die aufpolierte Optik, die vielen Extras und der faire Preis machen die 20th Anniversary-Edition zu einem geeigneten Sammlerstück für Nostalgiker und jene, welche in ihrer Kindheit noch keinen Kontakt mit diesem Meisterwerk gemacht haben. Die surrealistischen Hintergründe, die einzigartige Retroskop-Technologie und der außerirdische Soundtrack lassen den Spieler, solange er sich darauf einlässt, im wahrsten Sinne des Wortes in eine „Another World“ eintauchen.

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